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Buffy UK Magazine - Dezember 2002 - Translation 


James Marsters' Charakter Spike vollzog einige tiefgreifende Veränderungen in der 5. Staffel von BtVS, vor allem in den Folgen, in denen wir erfahren haben, unter welchen Umständen der ästhetikliebende Dichter William von Darla (Anmerkung: hierbei handelt es sich um einen offensichtlichen Fehler – sollte wohl Drusilla heissen) zum Vampir gemacht wurde und sich zu dem randalierenden Monster entwickelte, das wir alle liebend gerne verabscheuen.
Inzwischen ist er selbst von Buffy völlig verzaubert und hat sich auch mit der etwas verlorenen und verwirrten Dawn angefreundet.
"Meiner Meinung nach hat sich Spike nicht verändert", fährt James fort. "Im Grunde war er schon immer Love's Bitch, ein Sklave der Liebe."
James glaubt fest daran, dass in der fünften Staffel eher eine ungewöhnliche Entwicklung in Spikes Charakter stattfand, anstelle einer drastischen Veränderung.
"Wenn Drusilla eine jüngere Schwester gehabt hätte, hätte Spike in genau derselben Art und Weise versucht diese zu beschützen wie Buffys Schwester, und mit genau denselben tiefen Gefühlen", behauptet er.
Das war genau der Grund, weshalb er selbst schon zu Beginn Spikes Charakter für so verlockend hielt: "Er hatte diesen Gegensatz in sich - ein wirklich seelenloser Vampir dessen Liebe absolut tief und echt ist. Man konnte seine wirklich sehr zärtliche und romantische Seite sehen, auch schon während der zweiten Staffel. Ich fand diesen Konflikt und die innere Spannung zwischen diesen beiden Seiten tief in ihm drin schon immer aufregend. Deshalb war er nie ein flacher langweiliger Bilderbuch-Bösewicht. Er war ein Mistkerl, aber er war einfach so schrecklich verliebt. Er war unglaublich süß und lieb zu Drusilla, und das war der interessante Aspekt an ihm."
Da Juliet Landaus anderweitige Filmprojekte es unmöglich machten, dass sie in der dritten Staffel zu BtVS zurückkehrte, musste Spike notgedrungen alleine dort auftauchen.
"Dann hasste ich meine Freundin, Harmony", erzählt James. "Sie war da, damit ich meine Wut auf Dru irgendwo ableiten konnte, so wie es meistens ist."

James fand es sehr spannend, die aktuellen Entwicklungen von Spikes Charakter zu beobachten, obwohl er gleichzeitig zugibt, dass er nur sehr wenig Einfluss auf die eigentliche Handlung nehmen konnte.
"Es ist sehr spannend, Seite an Seite mit einem Autor zu arbeiten, wenn er seine Charaktere weiterentwickelt", gibt er zu. "Aber in gewissem Maße lässt sich auch nicht verleugnen, dass man zusammenwächst, wenn man so nahe zusammenarbeitet, und dass sich so auch ein Stück von James in Joss Vorstellungskraft einschleicht. Aber kontrollieren kann man das nicht."

Wie auch immer, James merkt an, dass es da wohl einige Elemente seiner Darstellung gibt, die möglicherweise die Art und Weise beeinflusst haben, wie die Autoren den Charakter von Spike sehen.
"Wenn man zurücksieht auf "School Hard" – "Elternabend mit Hindernissen", da habe ich sehr bewusst den Jäger gespielt, sowohl sexuell als auch gewaltsam. In dieser Szene sehe ich sie an und ich überlege einfach nur. "Ich werde dich besitzen und ich werde dich töten."
Es ist eine Art Leoparden-Blick. Nach dem Motto "Wie ist es Jägerin, na komm schon". Ich spiele solche Szenen wie ein Jäger und ich frage mich zu einem bestimmten Grad, ob andere Leute irgendwo darauf zurückgreifen. Keine Ahnung ob das bei Joss der Fall war."

"Ich habe auch keine Ahnung, was in der nächsten Folge passieren wird", erklärt James, als er nach dem Ablauf der Serienproduktion gefragt wird. "Und noch weniger habe ich die irgendwelche Kontrolle darüber. Ich versuche nur einfach irgendwie die Balance zu halten. Wenn Spike gerade was richtig fieses gemacht hat, versuche ich, ihm einfach ein klein wenig Wärme einzuflößen. Ich habe immer gedacht, es sei meine Aufgabe, die Zuschauer dazu zu bringen, mit dem Charakter mitzufühlen. Wenn dein Charakter Buffy gerade eine richtig schönen Tritt in die Rippen verabreicht, musst du dich wirklich anstrengen, dass die Zuschauer nicht plötzlich denken "Zur Hölle mit ihm" und den Charakter einfach im Stich lassen. Ich wollte nicht, dass sich die Zuschauer zu diesem Zeitpunkt, als ich das dachte, von Spike abwenden. Der Teil mit dem Tritt in die Rippen ging wirklich ein Stück zu weit."

James ist aber auch immer weit genug, von seinem eigenen Charakter abgewichen, um sicherzugehen, dass die Zuschauer sich darüber im klaren sind, dass Spike wirklich kein besonders netter Typ ist, dass er sicherlich niemand ist, dem man unbedingt näherkommen möchte.
"Er ist ein Monster", gibt James zu, "aber wenn er dich mag, wird er DEIN Monster sein und dich beschützen, egal was es kostet. Aber er ist ein Monster. Ich denke, dass die Frauen nicht wirklich was dagegen haben, dass er ein Monster ist, solange er IHR Monster ist. Merkt euch das Jungs, grinst er. Ihr könnt mit allem durchkommen, solange ihr klarmacht, dass ihr das alles für sie macht."
"Ich habe keine Ahnung, weshalb Spike sexy ist", fährt James jetzt ernsthafter fort. "Er ist sexy, weil Joss mir sagt, dass ich ihn spielen soll, als ob er es wäre. Für mich ist Spike ein Zaubertrick, an dem ich irgendwie beteiligt bin. Ich ziehe einige der Fäden an dieser Puppe, aber außer mir gibt es noch viele andere Leute, die diesen Charakter manipulieren. Ich mag den Anteil den ich an ihm habe und ich bin sehr stolz darauf. Ich liebe diesen Charakter, aber irgendwie, wenn ich ihn ansehe während ich die Serie schaue, erkenne ich dass ich das nicht bin. Dieser Charakter wird definiert durch das was er sagt, nicht wie er es sagt. Spike wird auf dem Papier definiert - wenn man das Drehbuch liest erkennt man das. Aber wie auch immer, es ist gut zu sehen, dass er trotz allem sexy ist."

Spikes Beziehung zu Dawn hat eine weitere Entwicklung seines Charakters verursacht.
"Vorher habe ich Leute gebissen, jetzt beschütze ich kleine Kinder", sagt James voller Reue. "Aber wenn du jemanden liebst, wird auch jeder den sie liebt für dich wichtig, schon alleine weil sie für diese Person wichtig sind. Auf diese Art und Weise entwickelst du Beziehungen zu diesen Leuten und sie werden für dich wichtig. Und innerhalb kurzer Zeit wird das eine eigenständige Beziehung."
"Man ließ Spike und Dawn miteinander in Kontakt kommen, und daher ist er vielleicht nicht ganz so böse, was natürlich wiederum bedeutet, dass sie wohl irgendetwas mit mir vorhaben. Mein Kopf spielt verrückt, ich habe wirklich keine Ahnung, was sie planen. Ich weiß nicht, was in Joss' Kopf vor sich geht, ehrlich nicht. Ich will es ehrlichgesagt auch gar nicht mehr wissen. Ich will ganz einfach nur diese Erfahrung machen. Sie haben mich so weich gemacht, dass ich begonnen habe, zu denken, dass ich wieder böse werde. Spike ist niemals zwei Staffeln hintereinander gleich. Vielleicht haben sie vor, mich sterben zu lassen. Ich weiss es nicht..."

Aber James betont, dass er es genießt mit Michelle Trachtenberg, aka Dawn zu arbeiten.
"Kristine Sutherland hat bereits geschildert, in welcher Weise die junge Schauspielerin eine völlig neue Energie an den Set gebracht hat. Sie ist einfach eine umwerfende Schauspielerin, sagt er begeistert. Es ist einfach klasse mit ihr zu arbeiten. Sie ist ein absoluter Profi und dermaßen talentiert... es ist einfach unfair! Wie kann sie es wagen so gut zu sein? Ich war nicht so gut, als ich in ihrem Alter war. Ich habe versagt in ihrem Alter!"

. James erinnert sich an den emotionalen Moment auf dem Kran in der letzten Folge der fünften Staffel, als Spike und Dawn beide erkennen, dass der Vampir ihr nicht helfen kann.
"Du wirst sterben – ich habe versagt", erklärt er. "Ich kann nichts tun um dir zu helfen, sie werden dich erstechen. Es ist der Tod, tut mir leid.
Es ist interessant, weil uns alle Ereignisse unweigerlich zu diesem Punkt geführt hatten. Wochenlang waren wir auf dem Set ständig vor Glory geflüchtet, teilweise in sehr unangenehmen Drehsituationen. Es waren heiße, staubige und verschwitzte Wochen. Jeder war sich darüber bewusst, dass es die 100. Folge war und jeder wusste, dass das das letzte Mal war, dass Joss tagtäglich am Set sein würde. Daher markierte diese Folge das ende einer bedeutsamen Zeitperiode der Serie."

"In mancher Hinsicht war das Filmen dieser Szene sehr einfach", fügt er hinzu. "Joss kam hoch zu uns, und wir haben die Szene einige Male abgefilmt. Er weiß genau, welches die Schlüsselmomente sind, und daher geht er auch immer auf Nummer sicher, dass genau diese richtig im Kasten sind. Er gibt beim Filmen sicherlich konkretere Anweisungen als die meisten anderen Regisseure. Die meisten Regisseure scheuen sich davor eine ganz konkrete Richtung anzugeben. Sie machen sich sorgen, dass sie dich verunsichern oder dass du dich unwohl fühlst wenn du zuviel nach ihren Anweisungen spielst. Aber Joss weiß genau, wie er das bekommt, was er haben möchte, auch ohne, dass so etwas passiert."

James hat die Dreharbeiten zu "The Gift" sehr genossen.
"Wir standen 15 Fuß weit oben auf dieser seltsamen Stahlkonstruktion", erinnert er sich. "Es gab sehr viele Ecken und Kanten an diesem Ding. Joel Grey, der Doc, war einfach klasse. Er wurde etwa um halb drei morgens zum Set gerufen. Er war müde aber er hat dort oben wie ein Prinz gekämpft."

James schwärmt sogar von den Folgen, in denen Spike überhaupt nicht vorkommt.
"Die Leute auf den Conventions fragten mich: Jemand wird sterben... kannst du uns sagen wer?" erzählt er, wenn er sich an die Wochen erinnert, vor der Ausstrahlung von "The Body", die Folge in der ja schließlich Buffys Mutter stirbt.
"Und sie hatten dieses Strahlen in den Augen, wie als ob es Spaß machen würde, zu sehen wie jemand stirbt. Und ich sagte jedesmal: Ja, jemand wird sterben, und ihr alle werdet euch wünschen, dass ihr euch niemals darauf gefreut hättet. Wir werden euch alle fertig machen, Leute!"

"Es war einfach phänomenal", sagt James über die Folge. "Es hat mich einfach noch mehr stolz gemacht, ein Teil dieser Serie zu sein. Es ist wie als ob alle Wetten bereits abgeschlossen sind. Gerade wenn du denkst, dass du weißt, wie die Serie wirklich ist, ist sie plötzlich so komplett anders. Ich weiß nicht, ob Joss nur angibt oder ob er versucht, sich selbst zu testen, aber wenn du genau aufpasst, bemerkst du, dass Joss mit jeder Folge die er gemacht hat, ein weiteres seiner stärksten Talente fallen ließ. Die Leute haben immer gelobt, dass seine Dialoge die besten wären... daraufhin machte er "Hush", "Das große Schweigen", die stumme Folge. Dann sagten sie, dass seine Handlungen großartig seinen, woraufhin er "Restless" machte, "Jedem sein Albtraum", eine Traumfolge mit überhaupt keiner Handlung. Dann behaupteten sie, dass er einfach unglaublich witzig sei, und er brachte die Folge "The Body", "Tod einer Mutter" an, in der nicht ein Funken von Witz oder Gelächter enthalten ist. Ich weiß nicht - was zur Hölle wird er bloß als nächstes machen?"

James kann seine Frage direkt selbst beantworten indem er die sechste Staffel erwähnt.
"Natürlich, die Musical Folge. Joss ist völlig davon hingerissen. Wir standen neulich bei irgendeiner Convention auf der Tanzfläche, und er konnte einfach nicht aufhören darüber zu sprechen. Es scheint fast so, als ob es sein allererster Job wäre - er ist so aufgeregt, wie bei seinem ersten Durchbruch als Autor. Er hat die Musik selbst geschrieben und sie ist fabelhaft. Er behauptet noch immer, dass er nicht einmal Klavier spielen kann. Er wird niemals zugeben, wie gut er ist."

Der Schauspieler ist auch felsenfest davon überzeugt, dass Spike in der Folge "The Gift", "Tod einer Mutter" nicht das geringste zu suchen hatte.
"Diese Episode war ein Teil von Buffys Weg, der nichts mit dem Kampf gegen die Vampire zu tun hatte. An diesem Tag, waren nicht die Vampire die Herausforderung. Das wäre einfach furchtbar gewesen und genau deshalb hat Joss das auch nicht gemacht. Die Folge war genial. Die visuelle Sprache dieser Episode war filmreif, es gab nicht viele Nahaufnahmen und nicht viele Stunts. Offenbar wusste Joss ganz genau, welche Szenen er haben wollte. Da waren sehr viele bewegende Momente und er hat jede Menge agierende Figuren eingesetzt. Da gab es diese unglaublich meisterhafte Einstellung: der Vordergrund war das ganze Klassenzimmer und im Hintergrund sah man Dawn, die völlig zusammenbricht als sie die schlimme Nachricht hört. Das war die beste Einstellung, die ich jemals gesehen habe - ich hab keine Ahnung wie viel Zeit sie darauf verwendet haben."

Bei Buffy mitzuarbeiten, ist noch immer eines äußerst körperliche Herausforderung für James. Vom ersten Tag an wollte er so viele Stunts wie möglich selbst machen und er hat sich von Steve Tartaglia, seinem Stunt Double, Bewegungen zeigen lassen, so dass er sie selbst anwenden konnte und so die Glaubwürdigkeit der Kampfszenen verbessern konnte.
"Wenn meine Füße den Boden nicht verlassen, dann bin in den meisten Fällen wirklich ich zu sehen. Es gab einige Male, wo ich schlichtweg zu müde war und Steve eingesprungen ist. Ich dachte sie würden mich wecken um die Szene zu drehen, aber sie haben es nicht getan. Ich denke in diesen Szenen bin ich etwa zu 60-70 Prozent der Zeit zu sehen und Steve 30-40. Ich liebe die Kampfszenen."

James Lieblingsszene war während des Flashback-Kampfes in der U-Bahn in "Fool for Love", "Eine Lektion fürs Leben", als Spike seine zweite Jägerin erledigt.
"Das war ein 15-Stunden-Tag nur Kämpfen", erinnert er sich. "Ich glaube dass Steve vielleicht für zwei Einstellungen eingesprungen ist, der Rest war alles ich selbst. Die Bahn hat sich nicht wirklich bewegt, sondern wurde von Lastwägen hin und hergerüttelt, was ziemlich heftig war. Aber es machte den Kampf ein bisschen einfacher als er aussah. Das Mädchen, das die Jägerin spielte, April Wheedon-Washington, war wirklich hinterhältig.
Dieser Ausschnitt zeigt auch, wie Spike zu seinem ganz besonderen Mantel kam.
"Yeah, vom Körper einer toten Jägerin", sagt er. "Bei einem meiner ersten Auftritte in der Serie, wollte ich den Typen, den ich gerade getötet hatte ausrauben. Aber der Regisseur sah in Spike einen unsterblichen Prinzen und sagte, das wäre nicht sein Stil. Ich dachte mir, nein, Spike ist Sid Vicious - sie hat einen schönen hübschen Mantel, nimm ihn dir einfach, Mann. Daher war ich froh, dass er den Mantel genommen hat.
Ich wollte schon immer mal zeigen, wie Spike die Knochen eines Toten aufsammelt, das Aas. Er grinst. Ich wollte ihn schon immer mal zeigen, wie er seinen Lidstrich zieht und sein Make-up aufträgt, lacht er, aber ich denke nicht, das wir das jemals machen werden. Die Zeit dafür war da und ist jetzt vorbei."

Obwohl James die Arbeit an Buffy genießt, wäre er durchaus auch daran interessiert, zu neuen Spin-Offs überzuwechseln, die momentan in Planung sind, ganz besonders die UK-Serie "Ripper" mit Anthony Stewart Head.
"Das würde gut passen", sagt er. "Spike ist Brite. Ich würde es lieben, wenn er einfach mal vorbeikäme und ein paar Leute erledigen würde. Das wäre ein Traum. Ich denke es ist eine fantastische Idee, auf Giles als Ripper zurück zu greifen. So sehe ich ihn ohnehin – der Rest davon ist nur ein kleines bisschen Show. Ich liebe es Tony mit einer Baseballkappe rumlaufen zu sehen! Ich denke auch das ist das, wo der Charakter ist. Er ist jetzt einfach cool, weil er nun seine Sache gelernt hat, aber letztendlich ist er nur ein „Bad-Ass“ das darauf wartet heraus zu kommen. Tony fragt sich was er für Waffen haben wird."

"Was die animierte Serie betrifft", fährt er fort, "weiß ich nicht ob Spike mit dieser Menge fertig wird! Es werden die sehr frühen Jahre sein. Aber ich hoffe sie lassen es mich sagen. Ich würde nicht wollen, dass jemand anderes den Charakter verändert, tatsächlich bin ich sehr weit mit ihm."

James reist um die Welt, was ihm einen Einblick gibt, wie die Buffy Fans Spike sehen. Und er ist froh zu sehen, dass sie alle gleich denken.
"Obgleich sie sich in Großbritannien besser ausdrücken können", fügt er hinzu. "Ihr Leute wisst wie man das Eis bricht, wie nirgendwo sonst! Es ist wirklich schön, denn es nimmt den Druck von dir, wenn du die Leute triffst!"

Die negativen Seiten findet der Schauspieler dort, wo er das ist, was er selbst einen grinsenden Prominenten nennt. Als er kürzlich Australien besuchte, fand er heraus das er nicht so viel reisen konnte, wie er es gern getan hätte.
"Ein Magazin hatte scheinbar einen Wettbewerb laufen", erklärt er. "Wer auch immer James Masters findet, bekommt einen Haufen Geld. Aber da gab es auch eine Gegenkampagne, die verbreitete, dass ich auf der anderen Seite von Sydney sei, während ich tatsächlich jedoch in Darling Harbour war. Es war das wundervollste Hotel, jedoch konnte ich es nicht verlassen. Ich ging an einem Tag raus, und sah einen Wasserfall, das war cool. Ich möchte rausgehen und die Welt sehen, aber ich würde das gerne anonym tun."

Zuhause hat er diese Problem nicht.
"In Santa Monica, bin ich komplett anonym", sagt er. "Die Leute bemerken mich, aber ich bin nicht wirklich eine Berühmtheit. Ich bin nicht Leonardo DiCaprio, Gott sei Dank. Aber wenn ich irgendwo als Berühmtheit hingehe, ist angekündigt, dass jemand Prominentes kommt und jeder hält Ausschau nach dir und all der Rummel. Wenn ich anonym irgendwo hingehe, würde mich niemand bemerken. Es ist nicht wie bei den Beatles in „A Hard Days Night“ oder so was. Auf einer Convention bin ich berühmt, aber wenn ich raus gehe, bin ich es nicht! In L.A. sind die Leute auch gelangweilt von Schauspielern. In etwa so: Wer kümmert sich darum das du Dustin Hoffman bist? Geh mir aus dem Weg, ich brauch Sprit."

James arbeitete kürzlich mit dem Buffy Autor Christopher Golden am „Spike and Dru“ Comic Buch, welches inzwischen auch als illustrierter Roman veröffentlicht wurde. Jedoch hat er seiner Enttäuschung über einige Elemente des des Endresultates Luft gemacht. Dennoch will er fortfahren, mit der Arbeit an der Version von „Macbeth“ an der er schon schuftete, bevor er ein Teil der Buffy Crew wurde.
"Ich weiss, wenn ich zurück zu meiner Arbeit bei Buffy gehe, wird nicht viel Zeit dafür übrig sein. Wenn du bei der Arbeit bist, arbeitest du. Auch wenn ich in meinem Wohnwagen bin, mag ich es mich psychisch nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren. Ehrlichgesagt ist es schwer für mich, meine Aufmerksamkeit zu teilen."

Jede freie Zeit die James hat, nutzt er für seine Musik.
"Ich und meine Gitarre", sagt er mit leuchtenden Augen. "Es läuft gut. Ich schreibe was ich denke. Du hast mich verlassen, ich weiß, dass du mir weh tun wirst. Fahr zur Hölle. Oder du bist spitze. Ich denke an Dich die ganze Zeit."
James denkt, dass die Musik dazu da ist, um die Frustrationen die man fühlt herauszulassen.
James hatte auch die Gelegenheit mit Four Star Mary, einer Band, die auch bereits in Buffy auftrat, zusammen zu spielen.
"Das war lustig", lacht er. "Sie waren sehr gut. Sie nahmen meine Gitarre und gaben mir viele Tips. Sie sind coole Jungs und ich habe viel von ihnen gelernt. Mit einer Band zu spielen ist etwas völlig anderes als für Dich alleine zu spielen. Mit einer Band musst Du den genauen Rhythmus halten und da kommt man laufend raus. Du musst alles klar spielen, oder du verspielst Dich und alles ist schlecht. Wenn Du für Dich alleine spielst, kannst Du mit Deinem eigenen Tempo spielen und es drehen und wenden wie Du möchtest."

Der Trip nach England ermöglichte es James in die Fußstapfen von berühmten Bands zu treten.
"Four Star waren in „The Garage“ in Brixton und sie hatten eine so schmale Bühne, dass ich nicht hoch gehen wollte. Ich habe mich bemüht, kein Durcheinander zu machen. Aber jeder erwartete das von mir. Es gelang sehr gut, muß ich sagen. Wir haben besonders "The Cars" ziemlich gut gespielt. "You're Just What I Needed", die alte Cover-Verson. Wir wollten auch "Surrender" von Cheap Trick spielen, als wir feststellten, dass Cheap Trick den Abend zuvor genau diesen Song dort gespielt haben. Wir wollten unser Glück nicht herausfordern."

Um zurück zu Buffy zu kommen. James verrät, dass er aufrichtig glücklich darüber ist, dass die Fans noch immer mehr von Spike sehen wollen.
"Wir haben seinen Charakter dieses Jahr buchstäblich auf den Kopf gestellt und haben es riskiert ihn im Klo runterzuspülen. Als ich herausfand, dass er ein Weichei werden soll, dachte ich "Vergiss es". Aber es ist unglaublich, der Charakter lässt es zu! Es ist genau das eingetreten, was die Produzenten gehofft hatten.
Es hat den Charakter viel komplizierter, süßer, erbarmungswürdiger, verletzlicher und durchschaubarer werden lassen.



Quelle: BuffyMagazin, UK Version, Januar 2002
Übersetzung: liv & FredDurst