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Leise pirschte sie sich ran, sie achtete genau auf ihre
Schritte, sie beobachtete ihre Umgebung und da plötzlich
hinter dem Grabstein tauchte er auf. „Dawn, der gehört
dir.“ rief ihre Schwester. Dawn nickte und zog ihren
Pflock. Der Vampir war gerade erst auferstanden und daher
noch sehr unerfahren, aber auch sehr hungrig. Dawn stellte
sich in Kampfposition. „Ach wie niedlich die Kleine. Nimmt
Mama dich mit auf die Jagd?“ stichelte der Untote. Dawn
wurde sauer „Ich bin nicht mehr die Kleine! Und sie ist
auch nicht meine Mama!“ Der Vampir rannte auf sie zu, Dawn
holte zum Schlag aus und traf ihn. Der Vampir taumelte,
revanchierte sich aber sogleich für Dawn´s Hieb und sie
fiel zu Boden, wobei sie ihren Pflock verlor. „Dawn,
hier!“ rief Buffy und schmiss ihrer Schwester ein Schwert
zu. „So, jetzt kannst du aber was erleben!“ drohte Dawn,
stand auf und hielt das Schwert sicher in der Hand. Der
Vampir setzte schon zum nächsten Angriff an, als er sich
auf einmal in Staub auflöste. Dawn blieb verwundert stehen.
„Musste das sein?“ fragte Buffy den Schützen. „Hey,
ich wollt die Kleine nur retten.“ erwiderte Spike. Er
hatte von Weitem gesehen, dass ein Vampir Dawn bedrohte und
wollte sie retten. „Na super, ich hätte das auch allein
geschafft!“ sagte Dawn beleidigt. „Ja, sicher hättest
du das Dawn. Trotzdem danke Spike.“ sagte Buffy und lächelte
ihm zu. Dieser verlor sich in ihrem Blick und wirkte für
eine kurze Zeit abwesend. „Sie ist so wunderschön“
dachte er sich. Buffy und er verstanden sich seit seiner Rückkehr
nach Sunnydale wieder besser und da sie nun auch wusste,
dass er wieder eine Seele hat, waren die Taten des
vergangenen Jahres fast vergessen.
„Was habt ihr zwei Hübschen jetzt noch vor?“ fragte
Spike während er sich eine Zigarette anzündete. „Ich
wollt noch zum Südfriedhof nach dem Rechten schauen.“
erwiderte Buffy. „Kannst du Dawn vielleicht nach Hause
bringen?“ fuhr sie fort. „Buffy, ich kann wohl allein
auf mich aufpassen.“ quengelte Dawn. „Dawn!“ ermahnte
Buffy ihre Schwester mit erhobener Stimme. Diese hob ihren
Pflock auf und machte sich beleidigt auf den Weg. Spike lies
sie ein Stück vorgehen. „Also wie geplant, wir machen
noch einen kleinen Umweg und gehen dann nach Hause?“ flüsterte
Spike „Ja, wie geplant und lass dir nichts anmerken.“
erwiderte Buffy und machte sich auf dem schnellsten Weg nach
Hause.
Zur selben Zeit im Summers Haus
Im Summers Haus liefen schon die Vorbereitungen. „Xander,
wo sind die Chips?“ rief Willow aus dem Wohnzimmer.
„Was?“ sprach Xander mit vollem Mund. „Xander, die
sind doch für die Gäste!“ ermahnte Willow ihn, als sie
ihn mit den Chips in der Küche erwischte. Dieser stellte
sie weg, ohne einen Mucks zu sagen, er wusste eh, dass er
keine Chance hatte. „Ich hab das Bier mitgebracht!“ rief
Anya, die gerade zur Tür reingekommen war. „Bier? Dawn
wird erst 16!“ sagte Willow. „Gut, umso mehr für
uns!“ grinste Anya und gab Xander einen Kuss. Die beiden
hatte endlich wieder zu einander gefunden.
Anlässlich Dawn´s Geburtstag hatten die Scoobies eine Überraschungsparty
organisiert. Dawn ahnte nichts. Sie dachte, Buffy und sie würden
heut Abend zusammen essen und dann gäbe es Geschenke, aber
mit einer Party rechnete sie mit Sicherheit nicht. Willow
hatte auch einige ihrer Schulfreunde eingeladen, die bereits
alle eingetroffen waren. Auch Giles hatte sich Zeit
genommen, er hatte Dawn in sein Herz geschlossen, sie war
schon wie eine Tochter, so wie es auch Buffy für ihn war.
„Wo bleibt Buffy denn?“ fragte Giles, während er seine
Brille putzte. „Hier bin ich!“ keuchte Buffy, sie war
den ganzen Weg gerannt, damit sie auch vor Spike und Dawn
zuhause war. „Ja, dann seht mal zu, dass ihr ins
Wohnzimmer kommt und macht das Licht aus!“ dirigierte
Willow.
Sie löschten gerade rechtzeitig das Licht, als Spike und
Dawn in die Straße einbogen. „Du machst das doch alles
nur wegen Buffy, du willst dich ja nur wieder an sie ran
machen!“ stichelte Dawn. Spike hielt an und packte Dawn an
den Schultern „Hör mal zu, ich habe deiner Schwester vor
Jahren versprochen, dass ich auf dich Acht gebe und dieses
Versprechen nehme ich sehr ernst.“ Er nahm seine Hände
von ihren Schultern und fuhr fort „Ausserdem mach ich mich
gar nicht an sie ran, ich weiß doch, dass da nichts mehr
laufen wird.“ Dawn musste grinsen, das kam ihr irgendwie
bekannt vor „Warum meinst du, dass sie nicht mehr auf dich
steht? Man ihr Erwachsenen seid echt schwer von Begriff!“
lächelte Dawn Spike an. „Ich hab schon lange geschnallt,
das ihr euch liebt“ dachte Dawn und ging weiter. „Hey Krümel,
warte mal, wie meintest du das?“ wollte Spike sie
aushorchen, doch Dawn schien ihm nicht zuzuhören.
Als sie sah, dass das ganze Licht im Haus aus war, wunderte
sie sich. Schulterzuckend öffnete Dawn die Haustür. „Überraschung“
riefen die Gäste und guckten in Dawn´s verdutzte Gesicht.
„Toll, eine Überraschungsparty!“ rief Dawn. Dawn
blickte in die Runde, sogar ihre Freunde Janet, Sue und
Jared aus der Schule waren gekommen. Buffy drückte sie
zuerst „Da hab ich dich schön reingelegt was?“ fragte
Buffy. „Das heißt das war alles geplant? Auch das Spike
auftaucht?“ stellte Dawn fest. „Ja, außer das er den
Vampir killt, das war nicht geplant.“ flüsterte Buffy,
denn sie mussten aufpassen, dass die Unwissenden unter ihnen
keine unangenehmen Fragen stellten. Dawn begrüßte alle und
blickte auf den mit Essen gedeckten Tisch „Oh wer hat denn
gekocht?“ „Ich“ sagten Anya und Willow gleichzeitig.
„Na dann nehmt mal Platz“ bat Giles die Gäste. Alle
suchten sich einen Platz. Spike stand neben dem Tisch „Und
was bekomm ich, ihr wisst ja das ich nichts ...“ bevor er
aussprechen konnte zog Buffy ihn hinter sich in die Küche.
In der Küche
„Hey, was hab ich den jetzt wieder verbrochen? Muss das Hündchen
in der Küche essen?“ „Nein, ich wollt dir nur sagen,
dass wir frisches Blut im Kühlschrank haben, du solltest es
nur nicht vor den anderen trinken.“ sagte Buffy und ging
wieder in das Esszimmer. „Wundert mich, dass ich überhaupt
im Haus sein darf und sie mich nicht draußen anleinen“
redete Spike vor sich hin.
Im Esszimmer
„Musste dein Freund schon wieder gehen?“ fragte Janet
neugierig. „Er ist nicht...ihm geht’s im Moment nicht so
gut.“ erwiderte Buffy verdutzt. „Ist es so eindeutig,
dass sie etwas für ihn empfindet?“ dachte sie und setzte
sich neben Dawn.
Spike genoss indes sein Blut und bediente sich an dem Bier.
Die anderen waren mittlerweile mit dem Essen fertig und
hatten sich ins Wohnzimmer begeben. Will und Anya räumten
das Geschirr weg. Spike war das alles zu viel Trubel und er
setzte sich draußen auf die Veranda um in Ruhe sein Bier zu
trinken und eine Zigarette zu rauchen. Buffy gönnte sich
auch mal eine Auszeit von dem ganzen Essen und Lachen und
suchte Spike, als sie ihn auf der Veranda fand, war sie
sichtlich glücklich ihn gefunden zu haben.
„Wird dir wohl alles zuviel...hm?“ fragte Spike.
„Nein, es ist nur, du warst auf einmal weg.“ antwortete
Buffy. „Hast du mich vermisst?“ fragte Spike grinsend.
„Nein, quatsch...Doch habe ich.“ gab Buffy zu. Spike
fiel die Kippe aus dem Mund. „Hat sie das jetzt eben
wirklich gesagt. Sie hat mich vermisst? Liebt sie mich
vielleicht doch?“ dachte Spike. „Spike, ich glaub wir müssen
mal reden, über das was gewesen ist letztes Jahr.“
versuchte Buffy ein Gespräch zu beginnen. Spike musste
schlucken, er wusste das der Tag irgendwann kommen würde,
an dem er mit ihr darüber reden musste. Er dachte jeden Tag
daran, daran, was er ihr antun wollte und das er es auch
getan hätte, wenn sie ihn nicht davon abgehalten hätte. Es
tat ihm in seiner Seele weh, wenn er daran dachte.
„Buffy, es tut mir so leid, ich war damals noch ein
anderer Mann, ich habe mich geändert. So etwas wird nie
wieder passieren!“ entschuldigte Spike sich. Buffy nahm
sich allen Mut zusammen „Spike, das mein ich nicht, ich
mein das vorher, was zwischen uns gelaufen ist. Ich wollte
mich entschuldigen dafür, dass ich deine Liebe ausgenutzt
habe und dir nicht das zurückgeben konnte, was du für mich
empfunden hast...“ „...was ich für dich empfinde!“
unterbrach Spike sie, „ich liebe dich noch immer, mehr
noch sogar. Wenn du in meiner Nähe bist dann vergesse ich
alles um mich herum. Du weißt, dass ich immer nur dich
lieben werde.“
Buffy wurde gleichzeitig heiß und kalt, sie wusste nicht
was sie sagen wollte, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie
wusste nicht, dass er noch so empfand für sie. Eine ganze
Zeit sagte niemand mehr was. „Ich muss wieder rein.“
sagte Buffy und drückte sich vor der Aussprache. Spike
blieb verletzt alleine sitzen. „Das war eindeutig“
dachte er sich und drückte seine Zigarette aus. Er wollte
sich noch bei Dawn verabschieden und dann gehen, er fühlte
sich unerwünscht.
Im Haus nahm die Party unterdessen ihren Lauf, alle schienen
ihren Spaß zu haben, sogar Willow, die zum ersten Mal nach
Tara´s Tod wieder glücklich zu sein schien. „Dawn, ich
werde dann mal gehen“ teilte Spike der Kleinen mit.
„Aber warum denn? Wir haben hier auch noch Bier! Bitte geh
noch nicht! Es ist doch mein Geburtstag!“ bettelte Dawn
und Spike lies sich überreden noch kurz zu bleiben, er nahm
sich noch ein Bier und setzte sich zu den anderen,
ausgerechnet neben Buffy war noch ein Platz frei. Buffy lächelte
schüchtern zu ihm rüber. „Musste er sich gerade hier
hinsetzen? Sollte ich es ihm vielleicht doch sagen?“
dachte Buffy sich.
Xander beobachtete die beiden. „Läuft da was zwischen
Buffy und Spike?“ flüsterte er Willow zu. „Nein, warum
denkst du das?“ flüsterte Will zurück. Buffy hatte es
mitbekommen und rückte näher an Willow ran, die rechts
neben ihr saß, um von Spike etwas Abstand zu bekommen. Dawn
und ihre Freunde kamen gerade aus der Küche, keiner wusste,
was sie dort wollten, aber auch keiner fragte nach. Sie
setzten sich zu den anderen, Dawn setzte sich neben Spike
und drängte ihn so weiter an Buffy, mit Absicht natürlich.
Spike´s und Buffy´s Hände berührten sich und Buffy spürte
ein Kribbeln in ihrem Bauch bei dieser Berührung. Sie stand
fluchtartig auf und verschwand nach oben in ihr Zimmer, sie
wollte etwas Abstand, etwas Ruhe, um nachzudenken. Spike
wurde das alles zu kindisch und folgte ihr.
Als er vor Buffy´s Tür stand überlegte er sich die
richtigen Worte. Buffy hörte ihn vor der Tür murmeln und
lief im Zimmer auf und ab, ebenfalls suchend nach den
richtigen Worten. Als er dann schließlich ihr Zimmer
betrat, sahen die beiden sich an und sagten zunächst
nichts.
Buffy ergriff die Initiative „Ich hab jetzt viel zu lange
gewartet es dir zu sagen, ich will nicht, dass es vielleicht
irgendwann zu spät ist....Ich liebe dich auch.“ Spike
machte ein überraschtes Gesicht „Hatte sie das gerade
wirklich gesagt? Sie liebt mich?“ bevor er überhaupt
darauf reagieren konnte kam sie auf ihn zu und küsste ihn.
Sie zog ihn nah an sich und sie umarmten sich. „Buffy, ich
weiß nicht was ich sagen soll, ich kann dir nicht sagen,
wie glücklich ich jetzt bin.“ flüsterte Spike ihr ins
Ohr. „Psst.“ sagte Buffy und legte ihren Finger auf
seine Lippen. Sie zog ihn noch enger an sich und sie gaben
sich einen innigen Kuss. Sie wanderten bis zum Bett. „Ist
es denn ok? Ich mein... Willst du überhaupt?“ fragte
Spike seine Geliebte. „Ja ich will es, Spike ich liebe
dich und ich will mit dir zusammen sein, nicht nur diese
Nacht“ Mit diesem Satz gaben sie sich ihrer Liebe hin.
Am nächsten Morgen
„Ich glaub mir ist schlecht“ begrüßte Dawn Willow als
sie in die Küche kam. Willow sah sie entsetzt an „Hast du
etwas Alkohol getrunken?“ „Nein, natürlich nicht. Das
kommt vom Essen.“ flunkerte sie Willow an. Sie wusste ja
nicht, dass Dawn mit ihren Freunden Bier getrunken hatte,
als sie gestern kurz in der Küche waren, aber das mussten
sie ja auch nicht wissen.
„Wohin war Buffy denn gestern auf einmal verschwunden?“
fragte Dawn, um vom Thema abzulenken. „Vielleicht musste
sie ja noch mal auf Streife gehen oder sie war müde.“
erwiderte Willow. Die beiden frühstückten gemeinsam und
Willow machte sich auf den Weg zu Xander. Dawn räumte den
Tisch ab und stellte die Sachen in die Spüle. „Buffy
erledigt das wohl“ dachte sie sich und ging nach oben um
duschen zu gehen, sie wollte sich gleich noch mit Janet
treffen.
Zur selben Zeit in Buffy´s Zimmer
Buffy war schon länger wach und beobachtete Spike. „Wie süß
er aussieht, wenn er schläft“ dachte sie sich und
streichte sanft mit ihrer Hand über seine Wange. Sie könnte
ihm die ganze Zeit beim Schlafen zu sehen. Es fühlte sich
so gut an, dass zwischen ihnen, sie war seit langem wieder
richtig glücklich.
Die letzten Jahre waren so schwer und voller Leid, erst der
Tod ihrer Mutter, dann ihr Tod und dann Tara. Nicht zu
vergessen die gescheiterten Beziehungen in ihrem Leben. Nie
war es ihr vergönnt glücklich zu sein und warum nicht mit
einem Vampir, warum nicht mit Spike. Sie sah Spike immer
noch an, zu gerne hätte sie ihn geweckt, aber für ihn war
jetzt nun mal Schlafenszeit. Sie gab ihm einen zärtlichen
Kuss auf die Stirn und ging leise aus dem Zimmer, um ihn
nicht zu wecken.
Als sie ins Badezimmer gehen wollte hörte sie Dawn unter
der Dusche singen. „Oops i did it again, i play with your
heart...“ trällerte Dawn unwissend, dass Buffy vor der Tür
stand und sich köstlich amüsierte. Buffy musste lachen.
Dawn war jetzt zwar 16, aber für sie war sie noch immer die
kleine süße Dawn.
Buffy holte sich einen neuen Pullover aus ihrem Zimmer,
Spike schlief immer noch, er hatte gar nicht bemerkt, dass
Buffy schon aufgestanden war. Buffy stand noch einige Zeit
im Türrahmen, sie konnte ihren Blick nicht von ihm
ablassen. „Er ist so schön“ sagte sie leise. „Ja, er
ist ganz süß!“ flüsterte Dawn ihr ins Ohr. „Ich find´s
schön, dass ihr es euch endlich gesagt habt.“ fuhr sie
fort. Buffy sah ihre Schwester an und schloss die Tür
hinter ihnen.
„Du hast es gewusst?“ wollte Buffy
wissen. „Das ist doch mehr als eindeutig, dass zwischen
euch was ist. Ich wusste, dass du ihn auch liebst.“ gab
Dawn triumphierend zu. Dawn nahm ihre Schwester in den Arm
„Ich treff mich jetzt mit Janet, ihr habt also Zeit zu
machen, was man halt so macht, wenn man verliebt ist“
grinste Dawn. „Danke“ sagte Buffy und gab ihrer
Schwester einen Kuss auf die Wange. Dawn nahm ihre Tasche
und verschwand nach unten.
Buffy machte sich im Badezimmer frisch. Als sie sich ihre
Hose anziehen wollte, bemerkte sie, dass diese total dreckig
war. „So kannst du doch nicht rumlaufen Buffy.“ sagte
sie zu sich selbst. Sie huschte schnell in ihr Zimmer um
sich eine frische Hose zu holen, sie musste aber leise sein,
weil Spike noch schlief. Sie schlich sich ins Zimmer. Als
sie sich wieder in Richtung Tür umdrehte standen Xander und
Willow in der Tür und sahen erst den schlafenden Spike an
und dann die halbnackte Buffy. Xander wollte grad loslegen
mit seinen Vorwürfen als Willow ihn mit nach unten ins
Wohnzimmer zog. Buffy packte ihre Klamotten und zog sich
schnell im Flur an, Spike hatte davon nichts mitbekommen.
Unten im Wohnzimmer angekommen legte Xander auch schon los
„Was wird das denn bitte? Warum schläft Spike in deinem
Bett und warum standest du in Dessous daneben? Ich dachte
das mit ihm wär vorbei, hast du es so nötig?!“
„Xander!“ stoppte Willow ihn. Buffy schüttelte den Kopf
„Es ist nicht so wie früher, ausserdem waren das keine
Dessous! Es ist was Ernstes, er liebt mich und ich liebe
ihn!“
Xander musste sich setzen, damit hatte er nicht gerechnet.
Willow freute sich total für ihre Freundin „Das ist doch
toll, Buffy! Ich freu mich so für euch und er hat ja auch
jetzt eine Seele und du kannst..“ Willow führte den Satz
nicht zu Ende, aber Xander verstand „Aha, darum geht’s
also. Dir geht’s um den Sex. Wusste ich’s doch.“
Xander stand auf und verschränkte seine Arme. Er dachte,
sie durchschaut zu haben. „Nein, du verstehst auch gar
nichts. Ich weiß, du kannst ihn nicht leiden, bei Angel war
das auch so, du bist ja nur eifersüchtig.“ verteidigte
Buffy sich. „Jetzt ist Schluss hier.“ schlichtete
Willow. Xander schnaubte und die beiden Streithähne lächelten
sich an „Es ist nicht so wie mit Angel, es ist was ganz
anderes, was erwachsenes. Die Beziehung zwischen Angel und
mir konnte nicht funktionieren, ich konnte ihn noch nicht
mal küssen, ohne das er dieses Gefühl bekam, Angelus würde
wieder zurückkehren. Das ist nun mal ein wichtiger
Bestandteil für eine gute Beziehung.“ Xander sah ein,
dass Buffy Recht hatte, gab dies aber nicht zu. „Ich freu
mich wirklich für euch.“ sagte Willow und nahm ihre beste
Freundin in den Arm. „Danke Will, das bedeutet mir
viel.“ erwiderte Buffy.
Willow und Xander verließen wieder das Haus, sie wollten zu
Giles gehen, der mit Anya seinen neuen Zauberladen
renovierte. Xander und Willow verbrachten viel Zeit
miteinander, seitdem Willow aus England wieder gekommen war.
Buffy ging nach oben um zu sehen ob ihr Schatz noch schläft
Als sie die Tür öffnete saß Spike auf dem Bett, er knöpfte
gerade sein Hemd zu. Buffy ging auf ihn zu „Hey, du bist
ja schon wach.“ „Konnte nicht weiter schlafen ohne dich
an meiner Seite“ schmeichelte Spike ihr. Spike zog Buffy
an sich und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss.
„Wolltest du weg gehen?“ fragte Buffy. Spike ironisch
„Ja, ich dachte ich mach mich mal vom Acker, bevor dieses
“Ich ruf dich an“ Prozedere anfängt.“ „Halt den
Mund“ grinste Buffy und schmiss ihn aufs Bett. Sie legte
sich auf ihn. Spike drückte sie an sich „Wieso sollte ich
gehen wollen? Bei so einer schönen Frau?“
Die Beiden verbrachten den ganzen Nachmittag im Bett, sie
hatten gar nicht mitbekommen, dass Dawn und Willow wieder
nach Hause gekommen waren. Will und Dawn hatten sich Videos
ausgeliehen, um die beiden oben nicht zu stören.
Als die Sonne unterging kamen dann auch Buffy und Spike aus
ihrem Liebesnest. Die beiden hatten den ganzen Tag noch
nichts gegessen bzw. getrunken und nur von Luft und Liebe
konnte man dann doch nicht leben. „Ich hab einen Bärenhunger“
rief Buffy und streckte sich als sie die Treppe herunterkam.
„Ja, mich machst du auch immer ganz hungrig“ neckte
Spike und knabberte an Buffy´s Ohr. Buffy lief rot an als
sie Dawn und Willow sah, die beide grinsten.
Spike ging wortlos in die Küche, um sich den Rest Blut von
gestern aus dem Kühlschrank zu holen. Buffy ging zu ihrer
Schwester und ihrer Freundin ins Wohnzimmer. Sie strahlte
und es war offensichtlich, dass sie sehr glücklich war.
„Ich dacht schon ihr wolltet heute gar nicht aufstehen.“
grinste Willow. Buffy sah beschämt auf den Boden. „Wollt
ihr noch auf Patrouille gehen?“ fragte Dawn. Buffy nickte
und nahm sich ihren Pflock und ging zu Spike in die Küche.
Der hatte sich bereits über sein Blut hergemacht. „Das
sieht so eklig aus, das kann doch nicht schmecken.“ tat
Buffy angewidert. „Tut´s auch nicht.“ erwiderte Spike
und blickte auf den Pflock in Buffy´s Hand. „Also, auf so
was steh ich aber nicht, das geht zu weit, ich bin ja immer
offen für was Neues aber DER kommt nicht mit ins Bett.“
Buffy musste laut lachen „Nein du Dummerchen, ich wollt
auf Streife gehen und hatte gehofft, dass du mich
begleitest.“ Spike lächelte, schnappte sich seinen Mantel
und zog Buffy mit nach draußen. Auf dem Weg durch die
Innenstadt nahm Buffy Spike´s Hand. Es sollte ruhig jeder
sehen, dass die beiden zusammen gehörten. Auf dem Weg zum
Friedhof kamen die beiden an Giles´ neuem Zauberladen
vorbei. „Lass uns mal eben reingehen, ok?“ Spike nickte.
Im Zauberladen stritten sich Giles und Anya wie gewohnt um
die Preise. „Das ist viel zu teuer. Das muss reduziert
werden!“ befahl Anya. „Anya, ich hab dich nicht drum
gebeten wieder Teilhaberin zu werden. Wenn du nur meckern
willst, warum machst du dann nicht deinen eigenen Laden
auf?“ erwiderte Giles. „Oh toll, vielleicht mach ich das
ja auch.“ stichelte Anya. „Toll!“ rief Giles.
“Toll!” rief Anya beleidigt und zog Xander hinter sich
her, der eine entschuldigendende Geste zu Giles richtete.
Als Buffy und Spike zur Tür reinkamen huschten die beiden
schon an ihnen vorbei. „Ja, auch schön euch gesehen zu
haben.“ sagte Buffy und schaute ihnen hinterher.
Spike schaute sich im Laden um „Ein bisschen kleiner als
vorher, aber man kann was draus machen.“ Giles schaute
total verdutzt zu Buffy rüber „Ja ein bisschen kleiner
und es gibt auch keinen Trainingsraum für Buffy, aber sonst
haben Sie recht.“ Giles hatte von Xander erfahren, dass
die beiden zusammen sind und wollte mit Buffy darüber
reden. „Spike, könnten sie mir vielleicht einen Gefallen
tun und die Kisten dort in den Keller tragen?“ bat Giles
und zeigte auf vier Kartons aussortierter Ware. „Ja
sicher.“ erwiderte Spike und gab Buffy einen Kuss auf den
Mund und schnappte sich die ersten zwei Kartons.
„Buffy, wir haben hier sogar noch ein kleines Büro.“
sagte Giles um sie aus dem Laden zu locken. „Oh toll
Giles, hier können sie ja tun... ähm... was immer man in
so einem Büro tut.“ versuchte Buffy Giles´ Begeisterung
zu teilen. „Buffy, was ist das?“ fragte Giles, als er
sich an den Schreibtisch lehnte. „Das ist ein Schreibtisch
Giles.“ sprach Buffy langsam. „Hä, was? Ach, ich meine
das zwischen dir und Spike, was ist das?“ korrigierte
Giles. „Es ist Liebe. Ehrliche, erwachsene und wahre
Liebe.“ antwortete Buffy sicher. Sie erzählte Giles, wie
es dazu gekommen war und warum sie denkt, dass ihre Liebe
eine Zukunft hat. Giles blieb trotzdem skeptisch „Gut,
wenn du denkst, ihm das alles verzeihen zu können, dann wünsch
ich euch alles Gute. Vielleicht hat er sich jetzt, wo er
eine Seele hat, geändert. Und ich sehe das du glücklich
bist und das macht mich ebenfalls glücklich.“ Buffy war
erleichtert, dass Giles ihr keine Vorwürfe mehr machte, er
wusste sowieso, dass das nicht viel gebracht hätte.
Unterdessen im Keller
„Kaum bin ich mit der Jägerin zusammen, muss ich schon für
ihren Wächter Kisten schleppen.“ redete Spike vor sich
hin und stellte die letzte Kiste in die Ecke. Als er gerade
nach oben gehen wollte erschien plötzlich ein großes
Lichtfeld, dass auch kurz danach schon verschwunden war. Er
rannte nach oben um Buffy und Giles davon zu erzählen. Als
er oben angekommen war, war dort keine Menschenseele.
„Buffy, Liebes, wo bist du? Giles!“ rief er durch den
ganzen Laden, doch keiner antwortete ihm. Er rannte auf die
Straße, doch dort waren sie auch nicht. Er rannte durch die
Gassen, sie waren leer, keine Menschenseele, kein Dämon zu
sehen. „Was geht hier vor?“ sagte er zu sich selbst. Er
machte sich schreckliche Sorgen und wusste, dass etwas
Schlimmes geschehen sein musste. Auf dem schnellsten Weg
machte er sich auf den Weg zum Summers Haus.
Die Tür stand offen. „Buffy? Willow?…..Daaawn!!!!”
Auf dem Fußboden im Wohnzimmer lag die kleine Dawn, sie
bewegte sich nicht. Er schüttelte sie und sagte ihren
Namen, doch sie zeigte keine Reaktion. Spike schossen Tränen
in die Augen „Oh mein Gott, bitte nicht, bitte nicht.“
Er tastete ihren Puls, sie lebte noch, aber sie reagierte
nicht. Er hob sie auf und legte sie auf die Couch. Er lief
zum Telefon und wählte den Notruf, doch dort nahm keiner
ab. „Ich muss sie ins Krankenhaus bringen“ dachte er und
packte Dawn auf seine Schulter.
Plötzlich hörte er Geräusche aus dem Obergeschoss. Er
legte Dawn wieder aufs Sofa und ging langsam die Treppe
rauf. Das Geräusch kam aus Willow´s Zimmer. Jetzt hörte
er eine weibliche Stimme wild herum flüsternd „Wo bin
ich? Wo bin ich?“. Als er die Tür zu Willow´s Zimmer öffnete
saß eine Frau vor Willow´s Bett in Richtung Fenster. Spike
konnte nicht erkennen wer es war. Leise sagte er „Du bist
in Sunnydale.“ Die Frau rührte sich nicht. Spike trat näher
an sie ran und ihr auf die Schulter und lief um das Bett auf
sie zu. Als er ihr Gesicht sah, erkannte er die Frau.
„Tara?“ Die Frau hob ihren Kopf, es war tatsächlich
Tara. “Spike?” fragte sie leise. Als sie ihn erkannte
begann sie zu weinen an „Ich weiß nicht warum ich hier
bin, warum ich WIEDER hier bin.“ Spike versuchte sie zu trösten
„Ich weiß auch nicht was hier gerade vorgeht. Alle sind
weg, nur Dawn, sie ist unten.“ Tara hob ihren Kopf
„Dawn? Was ist mit ihr passiert?“ „Ich weiß es nicht,
sie ist bewusstlos.“ sprach Spike. Er half Tara auf, die
sehr erschöpft zu sein schien und ging mit ihr nach unten
ins Wohnzimmer. „Wo ist Dawn denn?“ fragte Tara. Die
Couch war leer, Dawn war weg. „Oh nein. Dawn??“ rief
Spike und rannte nach draußen „Daaawn?“ Keine Reaktion,
von niemanden, die Stadt war wie leergefegt. Spike rannte
wieder rein „Tara, wir müssen irgendwas unternehmen, wir
müssen sie suchen.“ Tara nickte und harkte sich bei Spike
unter.
Auf dem Hof stand Xander´s Auto. Spike setzte Tara auf den
Beifahrersitz und sie fuhren los. Sie machten sich auf den
Weg in Richtung Sunnydale High. Spike spürte, dass sie
eventuell am Siegel im Keller der Schule eine Antwort finden
könnten. Doch dieser Plan wurde durchkreuzt als Tara plötzlich
ins Lenkrad griff und der Wagen gegen eine Hausmauer
knallte. Spike wurde bewusstlos.
Als er wieder zu Bewusstsein kam, war Tara weg, wie alle
anderen. „Na super, jetzt hab ich noch nicht mal ein Auto
und jetzt ist die Hexe auch noch weg, ich glaub ich bin verrückt!“
sagte er zu sich selbst.
„Verrückt ist immer eine Frage der Ansicht.“ sagte eine
Stimme. „Ja und wer hat das gesagt?“ sagte Spike
entnervt und rollte mit den Augen. Hinter dem Haus kam ein
Mann hervor, den Spike nur zu gut kannte. „Du hast mir
jetzt auch noch gefehlt!“ schrie Spike. „Ja, ich freu
mich auch dich zu sehen.“ erwiderte der Mann. Dieser Mann
war sozusagen Spike´s Großvater, der Vampir der Drusilla
erschaffen hatte, es war Angel.
„Bevor du näher kommst, lass uns eins klären! Bist du
Angel oder Angelus?“ fragte Spike skeptisch. „Angelus würde
wohl kaum in eine Stadt kommen, wo es nichts zu beißen
gibt.“ stellte Angel fest. Spike merkte, dass es tatsächlich
Angel war, was ihn aber nicht unbedingt mehr freute. Er
stand auf und ging auf Angel zu. Angel fragte „Hast du ne
Ahnung was hier passiert ist?“ Spike konnte nicht fassen,
dass gerade Angel jetzt hier auftauchen musste „Seh ich so
aus als wüsste ich das? Erst habe ich Dawn bewusstlos
gefunden, dann ist sie verschwunden und eben saß noch Tara
neben mir, bis sie mir ins Lenkrad gegriffen hat. Glaubst
du, dass ich irgendeine Ahnung habe was hier vor sich
geht?“ Angel verstand nicht „Dawn war da und Tara? Wer
ist Tara?“ „Ach Tara. Sie ist, sie war, die Freundin von
Willow.“ antwortete Spike gelangweilt. Angel war verwirrt
„Willow ist lesbisch? Das war mir neu.“ „Ja, du
scheinst ja nicht auf dem Laufenden zu sein was hier so
passiert, hast wohl nicht mehr so ´nen guten Draht zu der Jägerin,
was?“ Angel wurde sauer „Was zwischen mir und Buffy ist,
das geht dich nichts an.“ „Und ob mich das was... lassen
wir das. Warum bist du überhaupt hier?“ lenkte Spike vom
Thema ab. „Cordelia hatte eine Vision. Sie sah mich und
dich in Sunnydale, und nur uns, und sie spürte, dass etwas
faul war an der Sache.“ „Achja, und du meinst jetzt ich
wäre Schuld? Hör mal, ich hab davon nichts mitbekommen!
Ich war im Keller vom Zauberladen und dann sah ich dieses
Licht und alle waren auf einmal weg.“ Angel folgte der
Geschichte „Ich hatte auch nicht angenommen das du damit
was zu tun hast. Ich wundere mich nur, dass du Dawn und Tara
gesehen hast. Das hat doch bestimmt eine Bedeutung.“ „Am
besten fahren wir zum Zauberladen und gucken, ob dieses
Licht ne Spur hinterlassen hat“ schlug Spike vor und die
beiden zogen los in Richtung Zauberladen.
Die Straßen waren gespenstisch leer, kein Geräusch war zu
hören, kein Licht brannte, es war wie eine Geisterstadt, in
der kein Leben mehr war. Angekommen am Zauberladen
durchsuchten die beiden Vampire die Räume. Spike entdeckte
ein aufgeschlagenes Buch, auf dem Giles´ Brille lag. Er
hatte wohl zuletzt darin gelesen. „Hey, ich hab da was
gefunden,“ rief Spike „ich kann die Schrift aber nicht
lesen.“ „Zeig mal her.“ sagte Angel und schaute sich
die Schrift an „Ich kenne diese Schrift“ und las leise
den Anfang des Textes „Oh nein, ich hab´s geahnt.“
Spike wurde hellhörig „Was hast du geahnt?“ „Das ist
ein Zauberspruch der ein Dimensionstor öffnet. Ich habe
diesen Spruch schon mal gelesen, damals als wir in Pylea
waren.“ Spike guckte Angel ungläubig an. Angel fuhr fort
„Wir waren in einer anderen Dimension gefangen, in der von
Lorne´s Familie, und durch diesen Spruch öffnete sich das
Tor. Ich glaube die anderen sind in einer anderen Dimension
gefangen...“ „...oder wir sind es. Cordelia´s Version
sagen doch die Zukunft heraus und nicht das Vergangene?“
unterbrach Spike ihn. „Es ist verschieden, nur in diesem
Fall schien es wohl die Zukunft zu sein, also hat es einen
Sinn das ich nach Sunnydale gefahren bin. Das erklärt auch
wohl warum ich auf einmal ganz allein auf dem Highway
war.“ „Super, gefangen mit dem Schmusevampir in einer
anderen Dimension, da muss mich ja jemand sehr hassen.“
Beide standen eine ganze Zeit da, unwissend, was sie nun tun
sollten. Angel schmiss sich in einen Stuhl und dachte laut
nach „Ich versteh das nicht, wer hat denn diesen Zauber
ausgesprochen? Giles wird doch nicht so unvorsichtig gewesen
sein.“ „Ich glaub nicht, dass Giles damit was zu tun
hatte.“ sagte Spike und zündete sich eine Zigarette an.
Angel bekam schlechte Laune und meinte, Spike hätte den
Ernst der Lage nicht erkannt „Und warum bist du nicht
sofort nach draußen gerannt und hast geguckt wo das Licht
herkam?“ Spike schmiss die Zigarette auf den Boden, Angel
nervte ihn langsam „Weil Buffy auf einmal weg war, dass
war meine erste Sorge, ausserdem, wie soll ich nach einem
Licht suchen das bereits nach zwei Sekunden weg war?!.“
„Warum schleichst du ihr immer noch nach, du bist nicht
ihr Niveau.“ stichelte Angel. „Wenn er wüsste.“
dachte Spike, aber er wollte es ihm jetzt nicht sagen, es
war ihm wichtiger rauszufinden was passiert war, als Angel
eifersüchtig zu machen.
Plötzlich hörten sie ein Geräusch von draußen. Angel
ging leise zur Tür. Er erkannte einen Schatten an der Mauer
und packte die Gestalt „Ach, was haben wir denn da? Was
bist du denn für einer?“ Spike war Angel nach draußen
gefolgt „Andrew?“. Die Gestalt war Andrew. Angel zog
Andrew mit in den Laden und schmiss ihn auf einen Stuhl
„Was hast du hier zu suchen?“ „Hi Spike!“ grinste
Andrew. „Ihr kennt euch?“ fragte Angel. „Ja, nur flüchtig.“
antwortete Spike und warf Andrew einen drohenden Blick zu,
Angel sollte nichts vom Buffy-Bot erfahren, dass wäre nur
eine Genugtuung für ihn gewesen. „Ich hab mit der ganzen
Sache nichts zu tun.“ redete Andrew sich raus. „Ich weiß
aber wer es war.“ gab er zu. „In der Sunnydale High, im
Keller, da gehen seit einigen Tagen seltsame Dinge vor sich.
Eine Gruppe von Morgoph-Dämonen hat sich da eingenistet.“
Spike verstand nur Bahnhof „Was sind Morgoph-Dämonen?“
Angel blickte Andrew ebenso fragend an wie es Spike tat.
Andrew versuchte zu erklären „Sie versuchen alle 1000
Jahre ein bestimmtes Ritual durchzuführen, dass sprichwörtlich
die Hölle auf Erden bringen soll. Es findet immer in
Sunnydale statt.“
Angel uns Spike folgen interessiert Andrew´s Erzählung,
doch eine Frage stellt sich Spike schon die ganze Zeit
„Wieso bin ich dann hier, warum bist du hier und warum
habe ich dann Dawn und Tara gesehen?“ Andrew schaute
besorgt „Sie brauchen für die Vollendung ihres Rituals
ein Opfer und ich glaube das bin ich.“ „Du?“ sagte
Spike ungläubig. Angel musste grinsen „Und wie kommst du
da drauf?“ fragte er Andrew. Andrew blickte zum Boden
„Ich bin zur Sunnydale High gefahren um mit Buffy zu reden
und dann hörte ich seltsame Geräusche aus dem Keller und
ging hinunter. Dort sah ich dann einen dieser Morgoph-Dämonen
und ich folgte ihm. Sie haben im Keller das Siegel frei
gelegt und murmelten seltsame Verse. Als ich den Ernst der
Lage erkannte, wollt ich eigentlich Buffy Bescheid sagen,
aber einer der Dämonen hatte mich bemerkt und sie nahmen
mich gefangen. Aber ich konnte entkommen.“ „Und woher
weißt du dann soviel über die Dämonen?“ fragte Spike.
„Als ich entkommen bin, bin ich sofort zum Zauberladen
gelaufen und habe nach Erklärungen gesucht und habe sie in
diesem Buch gefunden“ erzählte Andrew und zeigte auf das
Buch, auf dem Giles Brille lag. Spike wurde immer unruhiger,
das war nicht gut was er da hörte. „Und warum hab ich
dann Dawn und Tara gesehen?“ „Ich denke mal, dass die Dämonen
dich verwirren wollten, sie wollten nicht, dass du ihnen so
schnell auf die Schliche kommst.“
„Das sehe ich nicht so.“ sagte Angel drohend und schmiss
Andrew gegen die Wand „Fast wäre ich darauf reingefallen,
es geht nicht um dich Spike, es geht um Dawn, Tara sollte
dich nur ablenken.“ Spike begraf und schnappte sich eine
Streitaxt, als die beiden Vampire gerade aus der Tür gehen
wollten, verwandelte Andrew sich in einen der Dämonen und
lachte „Ihr seid zu spät, ihr könnt sie nicht mehr
retten!“ und löste sich in Luft auf. Die beiden sprangen
in Angel´s Auto und fuhren los. Spike rang mit den Tränen
„Es ist meine Schuld wenn sie stirbt, ich kann nicht
zulassen, dass würde Buffy das Herz brechen.“ Angel
wunderte sich über Spike´s Mitgefühl, so kannte er ihn
gar nicht. Angekommen an der High School rannte Spike vor in
den Keller der Schule. Angel konnte kaum mit ihm mithalten.
Spike erinnerte sich noch, wo das Tor zum Höllenschlund lag
und fand dort die Morgoph-Dämonen. Spike suchte mit seinen
Augen den Raum ab und sah Dawn, sie hing über dem Siegel.
Angel hatte Spike mittlerweile eingeholt und war aus der
Puste. „Da oben ist sie“ flüsterte Spike. Auf einmal
drehten sich die Dämonen um, sie hatten sie gehört.
„Hast du einen Plan?“ fragte Angel. „Du tötest die Dämonen,
ich hol Dawn!“ schlug Spike vor und zückte seine
Streitaxt. Angel zog ebenfalls sein Schwert und schlug dem
ersten Dämon den Kopf ab.
Aus dem Flur kamen weitere Dämonen. Spike rannte zu Dawn,
die ihn schon erblickt hatte „Spike, bitte schnell!“
Spike löste die Fesseln und nahm Dawn runter. Angel hatte Mühe
und Not die Dämonen von Dawn fernzuhalten. „Krümel,
bleib hinter mir, ich lass dich nicht los.“ sagte Spike
und nahm Dawn fest an seine Hand. Mit der anderen werte er
die Dämonen ab. „Spike, es sind zu viele. Bring Dawn
raus, das ist das Wichtigste.“ rief Angel umringt von Dämonen.
Spike nickte und packte Dawn auf seine Schulter. Als er aus
der Tür gehen wollte stand Buffy auf einmal vor ihm
„Spike, Dawn. Zum Glück hab ich euch gefunden.“ und
nahm zunächst Dawn in den Arm und gab Spike einen Kuss.
Dieser Kuss blieb von Angel nicht unbeachtet, doch darum
konnte er sich jetzt nicht kümmern, die Dämonen waren zu
stark für ihn alleine. „Hilft mir vielleicht jemand?“
schrie Angel. „Angel?“ rief Buffy und rannte ihm zur
Hilfe. Spike packte sich wieder Dawn´s Hand und schlug
einen ihnen entgegen kommenden Dämon zu Boden. Dank Buffy´s
Hilfe waren die Dämonen schnell besiegt. Angel hielt den
letzten Dämon fest im Griff „Vielleicht sollten wir ihn
fragen, wie wir nach Hause kommen?“ Buffy nahm sein
Schwert und stach dem Dämon ins Herz. Angel entsetzt
„Buffy, vielleicht brauchen wir ihn noch!“ „Ich bin
doch auch hier her gekommen, dann werden wir es auch zurück
schaffen.“ Angel atmete tief aus „Das hab ich schon mal
gehört.“ Und erinnerte sich an damals in Pylea. „Und
wie hast du es geschafft?“ fragte Dawn neugierig.
„Cordelia hatte angerufen und von ihrer Vision erzählt,
Giles hatte bereits von diesen Dämonen gehört und mit
Hilfe von Wesley herausgefunden, wie ich euch zurückholen
kann...tja, und hier bin ich. Wir sollten aber zusehen, dass
wir hier wegkommen. Diese Dimension ist mir nicht
geheuer.“
Die Vier machten sich auf den Weg aus der Schule in Richtung
Zauberladen. „Das Buch, in dem der Spruch steht, müsste
nach Giles Recherchen auch in dieser Dimension im
Zauberladen vorhanden sein, es ist alles so wie in unserer
Dimension, nur das hier keiner ist.“ stellte Buffy fest.
Spike musste seine Gefühle zurückhalten, zu gern wollte er
Buffy in den Arm nehmen und küssen, aber einen eifersüchtigen
Vampir konnte man jetzt nicht gebrauchen.
Im Zauberladen angekommen fand Buffy das Buch und bat Angel
den Spruch vorzulesen, da er in sumerisch verfasst war, was
Buffy nicht beherrschte. Das Dimensionstor öffnete sich
„Gebt euch die Hände.“ rief Buffy. Dawn drückte sich
an Buffy „Buffy, ich hab Angst.“ Buffy versuchte ihre
Schwester zu beruhigen „Es wird alles ok, es wird nichts
schief gehen.“ Die Energie des Dimensionstor zog die Vier
in das Tor. Zwei Sekunden später standen sie im
Zauberladen, vor Giles und den anderen. „Oh jetzt hab ich
nen Jetlag“ witzelte Buffy und schloss Willow in die Arme
„Ich habe sie noch gerade rechtzeitig gefunden. Es war
ganz schön knapp.“ Angel erblickte Wesley, der nach
Sunnydale gefahren war um Giles zu helfen. Angel umarmte
seinen Freund „Hey Wes“. Er freute sich ihn
wiederzusehen. Spike nachdenklich „Wenn die Dämonen es
auf Dawn abgesehen hatten, warum wurden dann Angel und ich
auch in diese Dimension geschickt?“ Wes erwartete diese
Frage „Das habt ihr den Mächten der Ewigkeit zu
verdanken, deshalb hatte Cordy auch diese Vision. Hätten
sie euch nicht geschickt, wäre Dawn wahrscheinlich nicht
gerettet worden.“ Alle schauten traurig als ihnen klar
wurde, wie knapp es wieder war. Dawn verdrehte die Augen
„Leute, ich kenn das doch schon, ich bin halt gut dazu
geeignet Schlösser zu öffnen.“ Das lockerte die Stimmung
auf.
„Wes, wir sollten am besten gleich los fahren, damit wir
zu Hause sind, bevor die Sonne aufgeht.“ sagte Angel. Das
dies nicht der eigentliche Anlass für seinen plötzlichen
Aufbruch sein sollte, wurde Buffy sofort klar und bat ihn
mit ins Büro zu kommen.
"Du hast gesehen das ich Spike geküsst
habe, oder?“ Angel setzte sich auf die Tischkante „Ja
habe ich und ich versteh es. Du brauchst mir nichts erklären.
Ok, es ist Spike und du weißt, dass wir uns nicht besonders
mögen, aber wenn ihr euch liebt, will ich euch nicht im Weg
stehen.“ Buffy war überrascht von Angel´s Reaktion
„Danke, ich wollte nicht, dass du gehst, ohne es von mir
zu hören: Ja, ich liebe Spike und wir sind ein Paar.“
Angel stand auf und musste schlucken „Ok, wenn er
derjenige ist mit dem du glücklich werden kannst, dann wünsch
ich euch, dass es klappt. Ganz ehrlich.“ Spike kam dazu
und Buffy verließ das Zimmer. Sie hielt es für wichtig,
dass die beiden darüber redeten. Angel stellte sich mit
verschränkten Armen vor Spike „Wenn du ihr nur ein Haar
krümmst oder ihr weh tust, werde ich dich töten.“ drohte
Angel. „Du musst sie nicht mehr beschützen, dafür bin
ich jetzt da.“ entgegnete Spike und ließ Angel stehen.
Angel wurde klar, dass er Buffy verloren hatte und ging zu
den anderen. Er verabschiedete sich und machte sich mit
Wesley auf den Heimweg, ohne noch ein Wort zu Spike oder
Buffy zu sagen. Buffy war froh, dass Angel ging und fiel
Spike sogleich um den Hals. „Ich habe mir solche Sorgen um
euch gemacht, ich hatte wahnsinnige Angst euch zu verlieren.
Ich liebe dich.“ Buffy rangen Tränen über ihre Wangen.
Giles beschämt von dem Anblick „Ja, wir sollten alle nach
Hause fahren. Ausserdem geht in ein paar Stunden die Sonne
auf.“ Xander brachte Spike, Buffy, Will und Dawn nach
Hause.
Zuhause angekommen gingen Dawn und Willow direkt ins Bett,
sie waren ziemlich k.o. Buffy sah erleichtert aus, ihre
Augen waren gläsern von ihren vergossenen Tränen „Spike,
ich weiß nicht wie ich dir danken soll, dass du Dawn
gerettet hast. Du kannst dir nicht vorstellen wie dankbar
ich dir dafür bin.“ Spike strich ihr eine Haarsträhne
aus dem Gesicht „Ich würde es immer wieder tun.“ und küsste
sie auf den Mund.
Er wollte gerade zur Tür rausgehen, da hielt Buffy ihn fest
„Wo willst du denn hin?“ „Nach Hause.“ antwortete
Spike. Buffy zog ihn zu sich und schloss die Tür „Du bist
zuhause. Ich möchte, dass du bei mir bist, immer.“ Das
lies Spike sich nicht zweimal sagen und legte seinen Mantel
aufs Geländer „Wenn die anderen beiden nichts dagegen
haben, dann nehm ich das Angebot an. “Wir haben nix
dagegen.“ riefen Willow und Dawn von oben, die gelauscht
hatten. Buffy musste lachen „Siehst du, sie wollen alle,
dass du hier bleibst. Komm.“ sagte Buffy und Spike folgte
ihr in ihr Zimmer.
„Buffy, wie soll es denn jetzt weitergehen, du bist ein
Mensch... ich bin..:“ Buffy küsste ihn, so dass Spike
nicht ausreden konnte, sie wollte das jetzt nicht hören.
„Dass kriegen wir auch noch hin. Das Wichtigste ist, dass
wir endlich zusammen sind.“ Spike nahm Buffy´s Hand
„Kann ich dich mal etwas fragen, und ich möchte eine
ehrliche Antwort haben.“ Buffy nickte und Spike fuhr fort
„Wann hast du gemerkt, dass du in mich verliebt bist?“
Buffy lächelte ihn an und erinnerte sich „Ich kann
eigentlich nicht genau sagen, wann es war. Als ich dich sah,
nach dem ich wieder gekommen bin, fühlte ich wie sehr ich
dich vermisst hatte und das ich dich schon vor meinem Tod
geliebt habe.“ Spike nahm seine Freundin in den Arm „Und
ich liebe dich seit dem ersten Moment als ich dich sah, aber
ich war zu dumm es zu merken.“ Die beiden legten sich aufs
Bett und Buffy kuschelte sich an ihren toten Geliebten.
Spike wurde nachdenklich wegen Angel, ob Buffy wirklich
keine Gefühle mehr für ihn hatte. Buffy bemerkte, dass er
über etwas nachdachte „Was ist los?“ „Ich mache mir
Sorgen.“ antwortete Spike. Buffy hob ihren Kopf „Worüber
denn?“ „Wegen Angel. Ich habe Angst, dass du vielleicht
wieder zu ihm zurückgehen wirst, wenn sich die Prophezeiung
erfüllt und er ein Mensch wird“ gab Spike zu. Buffy stützte
sich auf seinen Oberkörper „Das ist mir egal. Ja, ich
habe Angel geliebt, aber das ist vorbei. Ich liebe dich und
das wird auch für immer so bleiben.“ Spike zog die Jägerin
an sich und küsste sie leidenschaftlich. Sie verbrachten
eine wunderschöne Nacht miteinander und schliefen
nebeneinander ein, wie ab jetzt jede Nacht, ohne darüber
nachzudenken, was die Zukunft bringen wird.
ENDE
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