Die Liebe findet ihren Weg

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Leise pirschte sie sich ran, sie achtete genau auf ihre Schritte, sie beobachtete ihre Umgebung und da plötzlich hinter dem Grabstein tauchte er auf. „Dawn, der gehört dir.“ rief ihre Schwester. Dawn nickte und zog ihren Pflock. Der Vampir war gerade erst auferstanden und daher noch sehr unerfahren, aber auch sehr hungrig. Dawn stellte sich in Kampfposition. „Ach wie niedlich die Kleine. Nimmt Mama dich mit auf die Jagd?“ stichelte der Untote. Dawn wurde sauer „Ich bin nicht mehr die Kleine! Und sie ist auch nicht meine Mama!“ Der Vampir rannte auf sie zu, Dawn holte zum Schlag aus und traf ihn. Der Vampir taumelte, revanchierte sich aber sogleich für Dawn´s Hieb und sie fiel zu Boden, wobei sie ihren Pflock verlor. „Dawn, hier!“ rief Buffy und schmiss ihrer Schwester ein Schwert zu. „So, jetzt kannst du aber was erleben!“ drohte Dawn, stand auf und hielt das Schwert sicher in der Hand. Der Vampir setzte schon zum nächsten Angriff an, als er sich auf einmal in Staub auflöste. Dawn blieb verwundert stehen. „Musste das sein?“ fragte Buffy den Schützen. „Hey, ich wollt die Kleine nur retten.“ erwiderte Spike. Er hatte von Weitem gesehen, dass ein Vampir Dawn bedrohte und wollte sie retten. „Na super, ich hätte das auch allein geschafft!“ sagte Dawn beleidigt. „Ja, sicher hättest du das Dawn. Trotzdem danke Spike.“ sagte Buffy und lächelte ihm zu. Dieser verlor sich in ihrem Blick und wirkte für eine kurze Zeit abwesend. „Sie ist so wunderschön“ dachte er sich. Buffy und er verstanden sich seit seiner Rückkehr nach Sunnydale wieder besser und da sie nun auch wusste, dass er wieder eine Seele hat, waren die Taten des vergangenen Jahres fast vergessen.

„Was habt ihr zwei Hübschen jetzt noch vor?“ fragte Spike während er sich eine Zigarette anzündete. „Ich wollt noch zum Südfriedhof nach dem Rechten schauen.“ erwiderte Buffy. „Kannst du Dawn vielleicht nach Hause bringen?“ fuhr sie fort. „Buffy, ich kann wohl allein auf mich aufpassen.“ quengelte Dawn. „Dawn!“ ermahnte Buffy ihre Schwester mit erhobener Stimme. Diese hob ihren Pflock auf und machte sich beleidigt auf den Weg. Spike lies sie ein Stück vorgehen. „Also wie geplant, wir machen noch einen kleinen Umweg und gehen dann nach Hause?“ flüsterte Spike „Ja, wie geplant und lass dir nichts anmerken.“ erwiderte Buffy und machte sich auf dem schnellsten Weg nach Hause.

Zur selben Zeit im Summers Haus

Im Summers Haus liefen schon die Vorbereitungen. „Xander, wo sind die Chips?“ rief Willow aus dem Wohnzimmer. „Was?“ sprach Xander mit vollem Mund. „Xander, die sind doch für die Gäste!“ ermahnte Willow ihn, als sie ihn mit den Chips in der Küche erwischte. Dieser stellte sie weg, ohne einen Mucks zu sagen, er wusste eh, dass er keine Chance hatte. „Ich hab das Bier mitgebracht!“ rief Anya, die gerade zur Tür reingekommen war. „Bier? Dawn wird erst 16!“ sagte Willow. „Gut, umso mehr für uns!“ grinste Anya und gab Xander einen Kuss. Die beiden hatte endlich wieder zu einander gefunden.

Anlässlich Dawn´s Geburtstag hatten die Scoobies eine Überraschungsparty organisiert. Dawn ahnte nichts. Sie dachte, Buffy und sie würden heut Abend zusammen essen und dann gäbe es Geschenke, aber mit einer Party rechnete sie mit Sicherheit nicht. Willow hatte auch einige ihrer Schulfreunde eingeladen, die bereits alle eingetroffen waren. Auch Giles hatte sich Zeit genommen, er hatte Dawn in sein Herz geschlossen, sie war schon wie eine Tochter, so wie es auch Buffy für ihn war.

„Wo bleibt Buffy denn?“ fragte Giles, während er seine Brille putzte. „Hier bin ich!“ keuchte Buffy, sie war den ganzen Weg gerannt, damit sie auch vor Spike und Dawn zuhause war. „Ja, dann seht mal zu, dass ihr ins Wohnzimmer kommt und macht das Licht aus!“ dirigierte Willow.

Sie löschten gerade rechtzeitig das Licht, als Spike und Dawn in die Straße einbogen. „Du machst das doch alles nur wegen Buffy, du willst dich ja nur wieder an sie ran machen!“ stichelte Dawn. Spike hielt an und packte Dawn an den Schultern „Hör mal zu, ich habe deiner Schwester vor Jahren versprochen, dass ich auf dich Acht gebe und dieses Versprechen nehme ich sehr ernst.“ Er nahm seine Hände von ihren Schultern und fuhr fort „Ausserdem mach ich mich gar nicht an sie ran, ich weiß doch, dass da nichts mehr laufen wird.“ Dawn musste grinsen, das kam ihr irgendwie bekannt vor „Warum meinst du, dass sie nicht mehr auf dich steht? Man ihr Erwachsenen seid echt schwer von Begriff!“ lächelte Dawn Spike an. „Ich hab schon lange geschnallt, das ihr euch liebt“ dachte Dawn und ging weiter. „Hey Krümel, warte mal, wie meintest du das?“ wollte Spike sie aushorchen, doch Dawn schien ihm nicht zuzuhören.

Als sie sah, dass das ganze Licht im Haus aus war, wunderte sie sich. Schulterzuckend öffnete Dawn die Haustür. „Überraschung“ riefen die Gäste und guckten in Dawn´s verdutzte Gesicht. „Toll, eine Überraschungsparty!“ rief Dawn. Dawn blickte in die Runde, sogar ihre Freunde Janet, Sue und Jared aus der Schule waren gekommen. Buffy drückte sie zuerst „Da hab ich dich schön reingelegt was?“ fragte Buffy. „Das heißt das war alles geplant? Auch das Spike auftaucht?“ stellte Dawn fest. „Ja, außer das er den Vampir killt, das war nicht geplant.“ flüsterte Buffy, denn sie mussten aufpassen, dass die Unwissenden unter ihnen keine unangenehmen Fragen stellten. Dawn begrüßte alle und blickte auf den mit Essen gedeckten Tisch „Oh wer hat denn gekocht?“ „Ich“ sagten Anya und Willow gleichzeitig. „Na dann nehmt mal Platz“ bat Giles die Gäste. Alle suchten sich einen Platz. Spike stand neben dem Tisch „Und was bekomm ich, ihr wisst ja das ich nichts ...“ bevor er aussprechen konnte zog Buffy ihn hinter sich in die Küche.
 


In der Küche

„Hey, was hab ich den jetzt wieder verbrochen? Muss das Hündchen in der Küche essen?“ „Nein, ich wollt dir nur sagen, dass wir frisches Blut im Kühlschrank haben, du solltest es nur nicht vor den anderen trinken.“ sagte Buffy und ging wieder in das Esszimmer. „Wundert mich, dass ich überhaupt im Haus sein darf und sie mich nicht draußen anleinen“ redete Spike vor sich hin.
 


Im Esszimmer

„Musste dein Freund schon wieder gehen?“ fragte Janet neugierig. „Er ist nicht...ihm geht’s im Moment nicht so gut.“ erwiderte Buffy verdutzt. „Ist es so eindeutig, dass sie etwas für ihn empfindet?“ dachte sie und setzte sich neben Dawn.

Spike genoss indes sein Blut und bediente sich an dem Bier. Die anderen waren mittlerweile mit dem Essen fertig und hatten sich ins Wohnzimmer begeben. Will und Anya räumten das Geschirr weg. Spike war das alles zu viel Trubel und er setzte sich draußen auf die Veranda um in Ruhe sein Bier zu trinken und eine Zigarette zu rauchen. Buffy gönnte sich auch mal eine Auszeit von dem ganzen Essen und Lachen und suchte Spike, als sie ihn auf der Veranda fand, war sie sichtlich glücklich ihn gefunden zu haben.

„Wird dir wohl alles zuviel...hm?“ fragte Spike. „Nein, es ist nur, du warst auf einmal weg.“ antwortete Buffy. „Hast du mich vermisst?“ fragte Spike grinsend. „Nein, quatsch...Doch habe ich.“ gab Buffy zu. Spike fiel die Kippe aus dem Mund. „Hat sie das jetzt eben wirklich gesagt. Sie hat mich vermisst? Liebt sie mich vielleicht doch?“ dachte Spike. „Spike, ich glaub wir müssen mal reden, über das was gewesen ist letztes Jahr.“ versuchte Buffy ein Gespräch zu beginnen. Spike musste schlucken, er wusste das der Tag irgendwann kommen würde, an dem er mit ihr darüber reden musste. Er dachte jeden Tag daran, daran, was er ihr antun wollte und das er es auch getan hätte, wenn sie ihn nicht davon abgehalten hätte. Es tat ihm in seiner Seele weh, wenn er daran dachte.

„Buffy, es tut mir so leid, ich war damals noch ein anderer Mann, ich habe mich geändert. So etwas wird nie wieder passieren!“ entschuldigte Spike sich. Buffy nahm sich allen Mut zusammen „Spike, das mein ich nicht, ich mein das vorher, was zwischen uns gelaufen ist. Ich wollte mich entschuldigen dafür, dass ich deine Liebe ausgenutzt habe und dir nicht das zurückgeben konnte, was du für mich empfunden hast...“ „...was ich für dich empfinde!“ unterbrach Spike sie, „ich liebe dich noch immer, mehr noch sogar. Wenn du in meiner Nähe bist dann vergesse ich alles um mich herum. Du weißt, dass ich immer nur dich lieben werde.“

Buffy wurde gleichzeitig heiß und kalt, sie wusste nicht was sie sagen wollte, damit hatte sie nicht gerechnet. Sie wusste nicht, dass er noch so empfand für sie. Eine ganze Zeit sagte niemand mehr was. „Ich muss wieder rein.“ sagte Buffy und drückte sich vor der Aussprache. Spike blieb verletzt alleine sitzen. „Das war eindeutig“ dachte er sich und drückte seine Zigarette aus. Er wollte sich noch bei Dawn verabschieden und dann gehen, er fühlte sich unerwünscht.

Im Haus nahm die Party unterdessen ihren Lauf, alle schienen ihren Spaß zu haben, sogar Willow, die zum ersten Mal nach Tara´s Tod wieder glücklich zu sein schien. „Dawn, ich werde dann mal gehen“ teilte Spike der Kleinen mit. „Aber warum denn? Wir haben hier auch noch Bier! Bitte geh noch nicht! Es ist doch mein Geburtstag!“ bettelte Dawn und Spike lies sich überreden noch kurz zu bleiben, er nahm sich noch ein Bier und setzte sich zu den anderen, ausgerechnet neben Buffy war noch ein Platz frei. Buffy lächelte schüchtern zu ihm rüber. „Musste er sich gerade hier hinsetzen? Sollte ich es ihm vielleicht doch sagen?“ dachte Buffy sich.

Xander beobachtete die beiden. „Läuft da was zwischen Buffy und Spike?“ flüsterte er Willow zu. „Nein, warum denkst du das?“ flüsterte Will zurück. Buffy hatte es mitbekommen und rückte näher an Willow ran, die rechts neben ihr saß, um von Spike etwas Abstand zu bekommen. Dawn und ihre Freunde kamen gerade aus der Küche, keiner wusste, was sie dort wollten, aber auch keiner fragte nach. Sie setzten sich zu den anderen, Dawn setzte sich neben Spike und drängte ihn so weiter an Buffy, mit Absicht natürlich. Spike´s und Buffy´s Hände berührten sich und Buffy spürte ein Kribbeln in ihrem Bauch bei dieser Berührung. Sie stand fluchtartig auf und verschwand nach oben in ihr Zimmer, sie wollte etwas Abstand, etwas Ruhe, um nachzudenken. Spike wurde das alles zu kindisch und folgte ihr.

Als er vor Buffy´s Tür stand überlegte er sich die richtigen Worte. Buffy hörte ihn vor der Tür murmeln und lief im Zimmer auf und ab, ebenfalls suchend nach den richtigen Worten. Als er dann schließlich ihr Zimmer betrat, sahen die beiden sich an und sagten zunächst nichts.

Buffy ergriff die Initiative „Ich hab jetzt viel zu lange gewartet es dir zu sagen, ich will nicht, dass es vielleicht irgendwann zu spät ist....Ich liebe dich auch.“ Spike machte ein überraschtes Gesicht „Hatte sie das gerade wirklich gesagt? Sie liebt mich?“ bevor er überhaupt darauf reagieren konnte kam sie auf ihn zu und küsste ihn. Sie zog ihn nah an sich und sie umarmten sich. „Buffy, ich weiß nicht was ich sagen soll, ich kann dir nicht sagen, wie glücklich ich jetzt bin.“ flüsterte Spike ihr ins Ohr. „Psst.“ sagte Buffy und legte ihren Finger auf seine Lippen. Sie zog ihn noch enger an sich und sie gaben sich einen innigen Kuss. Sie wanderten bis zum Bett. „Ist es denn ok? Ich mein... Willst du überhaupt?“ fragte Spike seine Geliebte. „Ja ich will es, Spike ich liebe dich und ich will mit dir zusammen sein, nicht nur diese Nacht“ Mit diesem Satz gaben sie sich ihrer Liebe hin.

 

Am nächsten Morgen

„Ich glaub mir ist schlecht“ begrüßte Dawn Willow als sie in die Küche kam. Willow sah sie entsetzt an „Hast du etwas Alkohol getrunken?“ „Nein, natürlich nicht. Das kommt vom Essen.“ flunkerte sie Willow an. Sie wusste ja nicht, dass Dawn mit ihren Freunden Bier getrunken hatte, als sie gestern kurz in der Küche waren, aber das mussten sie ja auch nicht wissen.

„Wohin war Buffy denn gestern auf einmal verschwunden?“ fragte Dawn, um vom Thema abzulenken. „Vielleicht musste sie ja noch mal auf Streife gehen oder sie war müde.“ erwiderte Willow. Die beiden frühstückten gemeinsam und Willow machte sich auf den Weg zu Xander. Dawn räumte den Tisch ab und stellte die Sachen in die Spüle. „Buffy erledigt das wohl“ dachte sie sich und ging nach oben um duschen zu gehen, sie wollte sich gleich noch mit Janet treffen.


Zur selben Zeit in Buffy´s Zimmer

Buffy war schon länger wach und beobachtete Spike. „Wie süß er aussieht, wenn er schläft“ dachte sie sich und streichte sanft mit ihrer Hand über seine Wange. Sie könnte ihm die ganze Zeit beim Schlafen zu sehen. Es fühlte sich so gut an, dass zwischen ihnen, sie war seit langem wieder richtig glücklich.

Die letzten Jahre waren so schwer und voller Leid, erst der Tod ihrer Mutter, dann ihr Tod und dann Tara. Nicht zu vergessen die gescheiterten Beziehungen in ihrem Leben. Nie war es ihr vergönnt glücklich zu sein und warum nicht mit einem Vampir, warum nicht mit Spike. Sie sah Spike immer noch an, zu gerne hätte sie ihn geweckt, aber für ihn war jetzt nun mal Schlafenszeit. Sie gab ihm einen zärtlichen Kuss auf die Stirn und ging leise aus dem Zimmer, um ihn nicht zu wecken.

Als sie ins Badezimmer gehen wollte hörte sie Dawn unter der Dusche singen. „Oops i did it again, i play with your heart...“ trällerte Dawn unwissend, dass Buffy vor der Tür stand und sich köstlich amüsierte. Buffy musste lachen. Dawn war jetzt zwar 16, aber für sie war sie noch immer die kleine süße Dawn.

Buffy holte sich einen neuen Pullover aus ihrem Zimmer, Spike schlief immer noch, er hatte gar nicht bemerkt, dass Buffy schon aufgestanden war. Buffy stand noch einige Zeit im Türrahmen, sie konnte ihren Blick nicht von ihm ablassen. „Er ist so schön“ sagte sie leise. „Ja, er ist ganz süß!“ flüsterte Dawn ihr ins Ohr. „Ich find´s schön, dass ihr es euch endlich gesagt habt.“ fuhr sie fort. Buffy sah ihre Schwester an und schloss die Tür hinter ihnen.

„Du hast es gewusst?“ wollte Buffy wissen. „Das ist doch mehr als eindeutig, dass zwischen euch was ist. Ich wusste, dass du ihn auch liebst.“ gab Dawn triumphierend zu. Dawn nahm ihre Schwester in den Arm „Ich treff mich jetzt mit Janet, ihr habt also Zeit zu machen, was man halt so macht, wenn man verliebt ist“ grinste Dawn. „Danke“ sagte Buffy und gab ihrer Schwester einen Kuss auf die Wange. Dawn nahm ihre Tasche und verschwand nach unten.

Buffy machte sich im Badezimmer frisch. Als sie sich ihre Hose anziehen wollte, bemerkte sie, dass diese total dreckig war. „So kannst du doch nicht rumlaufen Buffy.“ sagte sie zu sich selbst. Sie huschte schnell in ihr Zimmer um sich eine frische Hose zu holen, sie musste aber leise sein, weil Spike noch schlief. Sie schlich sich ins Zimmer. Als sie sich wieder in Richtung Tür umdrehte standen Xander und Willow in der Tür und sahen erst den schlafenden Spike an und dann die halbnackte Buffy. Xander wollte grad loslegen mit seinen Vorwürfen als Willow ihn mit nach unten ins Wohnzimmer zog. Buffy packte ihre Klamotten und zog sich schnell im Flur an, Spike hatte davon nichts mitbekommen.

Unten im Wohnzimmer angekommen legte Xander auch schon los „Was wird das denn bitte? Warum schläft Spike in deinem Bett und warum standest du in Dessous daneben? Ich dachte das mit ihm wär vorbei, hast du es so nötig?!“ „Xander!“ stoppte Willow ihn. Buffy schüttelte den Kopf „Es ist nicht so wie früher, ausserdem waren das keine Dessous! Es ist was Ernstes, er liebt mich und ich liebe ihn!“

Xander musste sich setzen, damit hatte er nicht gerechnet. Willow freute sich total für ihre Freundin „Das ist doch toll, Buffy! Ich freu mich so für euch und er hat ja auch jetzt eine Seele und du kannst..“ Willow führte den Satz nicht zu Ende, aber Xander verstand „Aha, darum geht’s also. Dir geht’s um den Sex. Wusste ich’s doch.“ Xander stand auf und verschränkte seine Arme. Er dachte, sie durchschaut zu haben. „Nein, du verstehst auch gar nichts. Ich weiß, du kannst ihn nicht leiden, bei Angel war das auch so, du bist ja nur eifersüchtig.“ verteidigte Buffy sich. „Jetzt ist Schluss hier.“ schlichtete Willow. Xander schnaubte und die beiden Streithähne lächelten sich an „Es ist nicht so wie mit Angel, es ist was ganz anderes, was erwachsenes. Die Beziehung zwischen Angel und mir konnte nicht funktionieren, ich konnte ihn noch nicht mal küssen, ohne das er dieses Gefühl bekam, Angelus würde wieder zurückkehren. Das ist nun mal ein wichtiger Bestandteil für eine gute Beziehung.“ Xander sah ein, dass Buffy Recht hatte, gab dies aber nicht zu. „Ich freu mich wirklich für euch.“ sagte Willow und nahm ihre beste Freundin in den Arm. „Danke Will, das bedeutet mir viel.“ erwiderte Buffy.

Willow und Xander verließen wieder das Haus, sie wollten zu Giles gehen, der mit Anya seinen neuen Zauberladen renovierte. Xander und Willow verbrachten viel Zeit miteinander, seitdem Willow aus England wieder gekommen war.

Buffy ging nach oben um zu sehen ob ihr Schatz noch schläft Als sie die Tür öffnete saß Spike auf dem Bett, er knöpfte gerade sein Hemd zu. Buffy ging auf ihn zu „Hey, du bist ja schon wach.“ „Konnte nicht weiter schlafen ohne dich an meiner Seite“ schmeichelte Spike ihr. Spike zog Buffy an sich und gab ihr einen leidenschaftlichen Kuss. „Wolltest du weg gehen?“ fragte Buffy. Spike ironisch „Ja, ich dachte ich mach mich mal vom Acker, bevor dieses “Ich ruf dich an“ Prozedere anfängt.“ „Halt den Mund“ grinste Buffy und schmiss ihn aufs Bett. Sie legte sich auf ihn. Spike drückte sie an sich „Wieso sollte ich gehen wollen? Bei so einer schönen Frau?“

Die Beiden verbrachten den ganzen Nachmittag im Bett, sie hatten gar nicht mitbekommen, dass Dawn und Willow wieder nach Hause gekommen waren. Will und Dawn hatten sich Videos ausgeliehen, um die beiden oben nicht zu stören.

Als die Sonne unterging kamen dann auch Buffy und Spike aus ihrem Liebesnest. Die beiden hatten den ganzen Tag noch nichts gegessen bzw. getrunken und nur von Luft und Liebe konnte man dann doch nicht leben. „Ich hab einen Bärenhunger“ rief Buffy und streckte sich als sie die Treppe herunterkam. „Ja, mich machst du auch immer ganz hungrig“ neckte Spike und knabberte an Buffy´s Ohr. Buffy lief rot an als sie Dawn und Willow sah, die beide grinsten.

Spike ging wortlos in die Küche, um sich den Rest Blut von gestern aus dem Kühlschrank zu holen. Buffy ging zu ihrer Schwester und ihrer Freundin ins Wohnzimmer. Sie strahlte und es war offensichtlich, dass sie sehr glücklich war. „Ich dacht schon ihr wolltet heute gar nicht aufstehen.“ grinste Willow. Buffy sah beschämt auf den Boden. „Wollt ihr noch auf Patrouille gehen?“ fragte Dawn. Buffy nickte und nahm sich ihren Pflock und ging zu Spike in die Küche. Der hatte sich bereits über sein Blut hergemacht. „Das sieht so eklig aus, das kann doch nicht schmecken.“ tat Buffy angewidert. „Tut´s auch nicht.“ erwiderte Spike und blickte auf den Pflock in Buffy´s Hand. „Also, auf so was steh ich aber nicht, das geht zu weit, ich bin ja immer offen für was Neues aber DER kommt nicht mit ins Bett.“ Buffy musste laut lachen „Nein du Dummerchen, ich wollt auf Streife gehen und hatte gehofft, dass du mich begleitest.“ Spike lächelte, schnappte sich seinen Mantel und zog Buffy mit nach draußen. Auf dem Weg durch die Innenstadt nahm Buffy Spike´s Hand. Es sollte ruhig jeder sehen, dass die beiden zusammen gehörten. Auf dem Weg zum Friedhof kamen die beiden an Giles´ neuem Zauberladen vorbei. „Lass uns mal eben reingehen, ok?“ Spike nickte.

Im Zauberladen stritten sich Giles und Anya wie gewohnt um die Preise. „Das ist viel zu teuer. Das muss reduziert werden!“ befahl Anya. „Anya, ich hab dich nicht drum gebeten wieder Teilhaberin zu werden. Wenn du nur meckern willst, warum machst du dann nicht deinen eigenen Laden auf?“ erwiderte Giles. „Oh toll, vielleicht mach ich das ja auch.“ stichelte Anya. „Toll!“ rief Giles. “Toll!” rief Anya beleidigt und zog Xander hinter sich her, der eine entschuldigendende Geste zu Giles richtete. Als Buffy und Spike zur Tür reinkamen huschten die beiden schon an ihnen vorbei. „Ja, auch schön euch gesehen zu haben.“ sagte Buffy und schaute ihnen hinterher.

Spike schaute sich im Laden um „Ein bisschen kleiner als vorher, aber man kann was draus machen.“ Giles schaute total verdutzt zu Buffy rüber „Ja ein bisschen kleiner und es gibt auch keinen Trainingsraum für Buffy, aber sonst haben Sie recht.“ Giles hatte von Xander erfahren, dass die beiden zusammen sind und wollte mit Buffy darüber reden. „Spike, könnten sie mir vielleicht einen Gefallen tun und die Kisten dort in den Keller tragen?“ bat Giles und zeigte auf vier Kartons aussortierter Ware. „Ja sicher.“ erwiderte Spike und gab Buffy einen Kuss auf den Mund und schnappte sich die ersten zwei Kartons.

„Buffy, wir haben hier sogar noch ein kleines Büro.“ sagte Giles um sie aus dem Laden zu locken. „Oh toll Giles, hier können sie ja tun... ähm... was immer man in so einem Büro tut.“ versuchte Buffy Giles´ Begeisterung zu teilen. „Buffy, was ist das?“ fragte Giles, als er sich an den Schreibtisch lehnte. „Das ist ein Schreibtisch Giles.“ sprach Buffy langsam. „Hä, was? Ach, ich meine das zwischen dir und Spike, was ist das?“ korrigierte Giles. „Es ist Liebe. Ehrliche, erwachsene und wahre Liebe.“ antwortete Buffy sicher. Sie erzählte Giles, wie es dazu gekommen war und warum sie denkt, dass ihre Liebe eine Zukunft hat. Giles blieb trotzdem skeptisch „Gut, wenn du denkst, ihm das alles verzeihen zu können, dann wünsch ich euch alles Gute. Vielleicht hat er sich jetzt, wo er eine Seele hat, geändert. Und ich sehe das du glücklich bist und das macht mich ebenfalls glücklich.“ Buffy war erleichtert, dass Giles ihr keine Vorwürfe mehr machte, er wusste sowieso, dass das nicht viel gebracht hätte.


Unterdessen im Keller

„Kaum bin ich mit der Jägerin zusammen, muss ich schon für ihren Wächter Kisten schleppen.“ redete Spike vor sich hin und stellte die letzte Kiste in die Ecke. Als er gerade nach oben gehen wollte erschien plötzlich ein großes Lichtfeld, dass auch kurz danach schon verschwunden war. Er rannte nach oben um Buffy und Giles davon zu erzählen. Als er oben angekommen war, war dort keine Menschenseele. „Buffy, Liebes, wo bist du? Giles!“ rief er durch den ganzen Laden, doch keiner antwortete ihm. Er rannte auf die Straße, doch dort waren sie auch nicht. Er rannte durch die Gassen, sie waren leer, keine Menschenseele, kein Dämon zu sehen. „Was geht hier vor?“ sagte er zu sich selbst. Er machte sich schreckliche Sorgen und wusste, dass etwas Schlimmes geschehen sein musste. Auf dem schnellsten Weg machte er sich auf den Weg zum Summers Haus.

Die Tür stand offen. „Buffy? Willow?…..Daaawn!!!!” Auf dem Fußboden im Wohnzimmer lag die kleine Dawn, sie bewegte sich nicht. Er schüttelte sie und sagte ihren Namen, doch sie zeigte keine Reaktion. Spike schossen Tränen in die Augen „Oh mein Gott, bitte nicht, bitte nicht.“ Er tastete ihren Puls, sie lebte noch, aber sie reagierte nicht. Er hob sie auf und legte sie auf die Couch. Er lief zum Telefon und wählte den Notruf, doch dort nahm keiner ab. „Ich muss sie ins Krankenhaus bringen“ dachte er und packte Dawn auf seine Schulter.

Plötzlich hörte er Geräusche aus dem Obergeschoss. Er legte Dawn wieder aufs Sofa und ging langsam die Treppe rauf. Das Geräusch kam aus Willow´s Zimmer. Jetzt hörte er eine weibliche Stimme wild herum flüsternd „Wo bin ich? Wo bin ich?“. Als er die Tür zu Willow´s Zimmer öffnete saß eine Frau vor Willow´s Bett in Richtung Fenster. Spike konnte nicht erkennen wer es war. Leise sagte er „Du bist in Sunnydale.“ Die Frau rührte sich nicht. Spike trat näher an sie ran und ihr auf die Schulter und lief um das Bett auf sie zu. Als er ihr Gesicht sah, erkannte er die Frau. „Tara?“ Die Frau hob ihren Kopf, es war tatsächlich Tara. “Spike?” fragte sie leise. Als sie ihn erkannte begann sie zu weinen an „Ich weiß nicht warum ich hier bin, warum ich WIEDER hier bin.“ Spike versuchte sie zu trösten „Ich weiß auch nicht was hier gerade vorgeht. Alle sind weg, nur Dawn, sie ist unten.“ Tara hob ihren Kopf „Dawn? Was ist mit ihr passiert?“ „Ich weiß es nicht, sie ist bewusstlos.“ sprach Spike. Er half Tara auf, die sehr erschöpft zu sein schien und ging mit ihr nach unten ins Wohnzimmer. „Wo ist Dawn denn?“ fragte Tara. Die Couch war leer, Dawn war weg. „Oh nein. Dawn??“ rief Spike und rannte nach draußen „Daaawn?“ Keine Reaktion, von niemanden, die Stadt war wie leergefegt. Spike rannte wieder rein „Tara, wir müssen irgendwas unternehmen, wir müssen sie suchen.“ Tara nickte und harkte sich bei Spike unter.

Auf dem Hof stand Xander´s Auto. Spike setzte Tara auf den Beifahrersitz und sie fuhren los. Sie machten sich auf den Weg in Richtung Sunnydale High. Spike spürte, dass sie eventuell am Siegel im Keller der Schule eine Antwort finden könnten. Doch dieser Plan wurde durchkreuzt als Tara plötzlich ins Lenkrad griff und der Wagen gegen eine Hausmauer knallte. Spike wurde bewusstlos.

Als er wieder zu Bewusstsein kam, war Tara weg, wie alle anderen. „Na super, jetzt hab ich noch nicht mal ein Auto und jetzt ist die Hexe auch noch weg, ich glaub ich bin verrückt!“ sagte er zu sich selbst.

„Verrückt ist immer eine Frage der Ansicht.“ sagte eine Stimme. „Ja und wer hat das gesagt?“ sagte Spike entnervt und rollte mit den Augen. Hinter dem Haus kam ein Mann hervor, den Spike nur zu gut kannte. „Du hast mir jetzt auch noch gefehlt!“ schrie Spike. „Ja, ich freu mich auch dich zu sehen.“ erwiderte der Mann. Dieser Mann war sozusagen Spike´s Großvater, der Vampir der Drusilla erschaffen hatte, es war Angel.

„Bevor du näher kommst, lass uns eins klären! Bist du Angel oder Angelus?“ fragte Spike skeptisch. „Angelus würde wohl kaum in eine Stadt kommen, wo es nichts zu beißen gibt.“ stellte Angel fest. Spike merkte, dass es tatsächlich Angel war, was ihn aber nicht unbedingt mehr freute. Er stand auf und ging auf Angel zu. Angel fragte „Hast du ne Ahnung was hier passiert ist?“ Spike konnte nicht fassen, dass gerade Angel jetzt hier auftauchen musste „Seh ich so aus als wüsste ich das? Erst habe ich Dawn bewusstlos gefunden, dann ist sie verschwunden und eben saß noch Tara neben mir, bis sie mir ins Lenkrad gegriffen hat. Glaubst du, dass ich irgendeine Ahnung habe was hier vor sich geht?“ Angel verstand nicht „Dawn war da und Tara? Wer ist Tara?“ „Ach Tara. Sie ist, sie war, die Freundin von Willow.“ antwortete Spike gelangweilt. Angel war verwirrt „Willow ist lesbisch? Das war mir neu.“ „Ja, du scheinst ja nicht auf dem Laufenden zu sein was hier so passiert, hast wohl nicht mehr so ´nen guten Draht zu der Jägerin, was?“ Angel wurde sauer „Was zwischen mir und Buffy ist, das geht dich nichts an.“ „Und ob mich das was... lassen wir das. Warum bist du überhaupt hier?“ lenkte Spike vom Thema ab. „Cordelia hatte eine Vision. Sie sah mich und dich in Sunnydale, und nur uns, und sie spürte, dass etwas faul war an der Sache.“ „Achja, und du meinst jetzt ich wäre Schuld? Hör mal, ich hab davon nichts mitbekommen! Ich war im Keller vom Zauberladen und dann sah ich dieses Licht und alle waren auf einmal weg.“ Angel folgte der Geschichte „Ich hatte auch nicht angenommen das du damit was zu tun hast. Ich wundere mich nur, dass du Dawn und Tara gesehen hast. Das hat doch bestimmt eine Bedeutung.“ „Am besten fahren wir zum Zauberladen und gucken, ob dieses Licht ne Spur hinterlassen hat“ schlug Spike vor und die beiden zogen los in Richtung Zauberladen.

Die Straßen waren gespenstisch leer, kein Geräusch war zu hören, kein Licht brannte, es war wie eine Geisterstadt, in der kein Leben mehr war. Angekommen am Zauberladen durchsuchten die beiden Vampire die Räume. Spike entdeckte ein aufgeschlagenes Buch, auf dem Giles´ Brille lag. Er hatte wohl zuletzt darin gelesen. „Hey, ich hab da was gefunden,“ rief Spike „ich kann die Schrift aber nicht lesen.“ „Zeig mal her.“ sagte Angel und schaute sich die Schrift an „Ich kenne diese Schrift“ und las leise den Anfang des Textes „Oh nein, ich hab´s geahnt.“ Spike wurde hellhörig „Was hast du geahnt?“ „Das ist ein Zauberspruch der ein Dimensionstor öffnet. Ich habe diesen Spruch schon mal gelesen, damals als wir in Pylea waren.“ Spike guckte Angel ungläubig an. Angel fuhr fort „Wir waren in einer anderen Dimension gefangen, in der von Lorne´s Familie, und durch diesen Spruch öffnete sich das Tor. Ich glaube die anderen sind in einer anderen Dimension gefangen...“ „...oder wir sind es. Cordelia´s Version sagen doch die Zukunft heraus und nicht das Vergangene?“ unterbrach Spike ihn. „Es ist verschieden, nur in diesem Fall schien es wohl die Zukunft zu sein, also hat es einen Sinn das ich nach Sunnydale gefahren bin. Das erklärt auch wohl warum ich auf einmal ganz allein auf dem Highway war.“ „Super, gefangen mit dem Schmusevampir in einer anderen Dimension, da muss mich ja jemand sehr hassen.“

Beide standen eine ganze Zeit da, unwissend, was sie nun tun sollten. Angel schmiss sich in einen Stuhl und dachte laut nach „Ich versteh das nicht, wer hat denn diesen Zauber ausgesprochen? Giles wird doch nicht so unvorsichtig gewesen sein.“ „Ich glaub nicht, dass Giles damit was zu tun hatte.“ sagte Spike und zündete sich eine Zigarette an. Angel bekam schlechte Laune und meinte, Spike hätte den Ernst der Lage nicht erkannt „Und warum bist du nicht sofort nach draußen gerannt und hast geguckt wo das Licht herkam?“ Spike schmiss die Zigarette auf den Boden, Angel nervte ihn langsam „Weil Buffy auf einmal weg war, dass war meine erste Sorge, ausserdem, wie soll ich nach einem Licht suchen das bereits nach zwei Sekunden weg war?!.“ „Warum schleichst du ihr immer noch nach, du bist nicht ihr Niveau.“ stichelte Angel. „Wenn er wüsste.“ dachte Spike, aber er wollte es ihm jetzt nicht sagen, es war ihm wichtiger rauszufinden was passiert war, als Angel eifersüchtig zu machen.

Plötzlich hörten sie ein Geräusch von draußen. Angel ging leise zur Tür. Er erkannte einen Schatten an der Mauer und packte die Gestalt „Ach, was haben wir denn da? Was bist du denn für einer?“ Spike war Angel nach draußen gefolgt „Andrew?“. Die Gestalt war Andrew. Angel zog Andrew mit in den Laden und schmiss ihn auf einen Stuhl „Was hast du hier zu suchen?“ „Hi Spike!“ grinste Andrew. „Ihr kennt euch?“ fragte Angel. „Ja, nur flüchtig.“ antwortete Spike und warf Andrew einen drohenden Blick zu, Angel sollte nichts vom Buffy-Bot erfahren, dass wäre nur eine Genugtuung für ihn gewesen. „Ich hab mit der ganzen Sache nichts zu tun.“ redete Andrew sich raus. „Ich weiß aber wer es war.“ gab er zu. „In der Sunnydale High, im Keller, da gehen seit einigen Tagen seltsame Dinge vor sich. Eine Gruppe von Morgoph-Dämonen hat sich da eingenistet.“ Spike verstand nur Bahnhof „Was sind Morgoph-Dämonen?“ Angel blickte Andrew ebenso fragend an wie es Spike tat. Andrew versuchte zu erklären „Sie versuchen alle 1000 Jahre ein bestimmtes Ritual durchzuführen, dass sprichwörtlich die Hölle auf Erden bringen soll. Es findet immer in Sunnydale statt.“

Angel uns Spike folgen interessiert Andrew´s Erzählung, doch eine Frage stellt sich Spike schon die ganze Zeit „Wieso bin ich dann hier, warum bist du hier und warum habe ich dann Dawn und Tara gesehen?“ Andrew schaute besorgt „Sie brauchen für die Vollendung ihres Rituals ein Opfer und ich glaube das bin ich.“ „Du?“ sagte Spike ungläubig. Angel musste grinsen „Und wie kommst du da drauf?“ fragte er Andrew. Andrew blickte zum Boden „Ich bin zur Sunnydale High gefahren um mit Buffy zu reden und dann hörte ich seltsame Geräusche aus dem Keller und ging hinunter. Dort sah ich dann einen dieser Morgoph-Dämonen und ich folgte ihm. Sie haben im Keller das Siegel frei gelegt und murmelten seltsame Verse. Als ich den Ernst der Lage erkannte, wollt ich eigentlich Buffy Bescheid sagen, aber einer der Dämonen hatte mich bemerkt und sie nahmen mich gefangen. Aber ich konnte entkommen.“ „Und woher weißt du dann soviel über die Dämonen?“ fragte Spike. „Als ich entkommen bin, bin ich sofort zum Zauberladen gelaufen und habe nach Erklärungen gesucht und habe sie in diesem Buch gefunden“ erzählte Andrew und zeigte auf das Buch, auf dem Giles Brille lag. Spike wurde immer unruhiger, das war nicht gut was er da hörte. „Und warum hab ich dann Dawn und Tara gesehen?“ „Ich denke mal, dass die Dämonen dich verwirren wollten, sie wollten nicht, dass du ihnen so schnell auf die Schliche kommst.“

„Das sehe ich nicht so.“ sagte Angel drohend und schmiss Andrew gegen die Wand „Fast wäre ich darauf reingefallen, es geht nicht um dich Spike, es geht um Dawn, Tara sollte dich nur ablenken.“ Spike begraf und schnappte sich eine Streitaxt, als die beiden Vampire gerade aus der Tür gehen wollten, verwandelte Andrew sich in einen der Dämonen und lachte „Ihr seid zu spät, ihr könnt sie nicht mehr retten!“ und löste sich in Luft auf. Die beiden sprangen in Angel´s Auto und fuhren los. Spike rang mit den Tränen „Es ist meine Schuld wenn sie stirbt, ich kann nicht zulassen, dass würde Buffy das Herz brechen.“ Angel wunderte sich über Spike´s Mitgefühl, so kannte er ihn gar nicht. Angekommen an der High School rannte Spike vor in den Keller der Schule. Angel konnte kaum mit ihm mithalten. Spike erinnerte sich noch, wo das Tor zum Höllenschlund lag und fand dort die Morgoph-Dämonen. Spike suchte mit seinen Augen den Raum ab und sah Dawn, sie hing über dem Siegel. Angel hatte Spike mittlerweile eingeholt und war aus der Puste. „Da oben ist sie“ flüsterte Spike. Auf einmal drehten sich die Dämonen um, sie hatten sie gehört. „Hast du einen Plan?“ fragte Angel. „Du tötest die Dämonen, ich hol Dawn!“ schlug Spike vor und zückte seine Streitaxt. Angel zog ebenfalls sein Schwert und schlug dem ersten Dämon den Kopf ab.
Aus dem Flur kamen weitere Dämonen. Spike rannte zu Dawn, die ihn schon erblickt hatte „Spike, bitte schnell!“ Spike löste die Fesseln und nahm Dawn runter. Angel hatte Mühe und Not die Dämonen von Dawn fernzuhalten. „Krümel, bleib hinter mir, ich lass dich nicht los.“ sagte Spike und nahm Dawn fest an seine Hand. Mit der anderen werte er die Dämonen ab. „Spike, es sind zu viele. Bring Dawn raus, das ist das Wichtigste.“ rief Angel umringt von Dämonen. Spike nickte und packte Dawn auf seine Schulter. Als er aus der Tür gehen wollte stand Buffy auf einmal vor ihm „Spike, Dawn. Zum Glück hab ich euch gefunden.“ und nahm zunächst Dawn in den Arm und gab Spike einen Kuss. Dieser Kuss blieb von Angel nicht unbeachtet, doch darum konnte er sich jetzt nicht kümmern, die Dämonen waren zu stark für ihn alleine. „Hilft mir vielleicht jemand?“ schrie Angel. „Angel?“ rief Buffy und rannte ihm zur Hilfe. Spike packte sich wieder Dawn´s Hand und schlug einen ihnen entgegen kommenden Dämon zu Boden. Dank Buffy´s Hilfe waren die Dämonen schnell besiegt. Angel hielt den letzten Dämon fest im Griff „Vielleicht sollten wir ihn fragen, wie wir nach Hause kommen?“ Buffy nahm sein Schwert und stach dem Dämon ins Herz. Angel entsetzt „Buffy, vielleicht brauchen wir ihn noch!“ „Ich bin doch auch hier her gekommen, dann werden wir es auch zurück schaffen.“ Angel atmete tief aus „Das hab ich schon mal gehört.“ Und erinnerte sich an damals in Pylea. „Und wie hast du es geschafft?“ fragte Dawn neugierig. „Cordelia hatte angerufen und von ihrer Vision erzählt, Giles hatte bereits von diesen Dämonen gehört und mit Hilfe von Wesley herausgefunden, wie ich euch zurückholen kann...tja, und hier bin ich. Wir sollten aber zusehen, dass wir hier wegkommen. Diese Dimension ist mir nicht geheuer.“

Die Vier machten sich auf den Weg aus der Schule in Richtung Zauberladen. „Das Buch, in dem der Spruch steht, müsste nach Giles Recherchen auch in dieser Dimension im Zauberladen vorhanden sein, es ist alles so wie in unserer Dimension, nur das hier keiner ist.“ stellte Buffy fest. Spike musste seine Gefühle zurückhalten, zu gern wollte er Buffy in den Arm nehmen und küssen, aber einen eifersüchtigen Vampir konnte man jetzt nicht gebrauchen.

Im Zauberladen angekommen fand Buffy das Buch und bat Angel den Spruch vorzulesen, da er in sumerisch verfasst war, was Buffy nicht beherrschte. Das Dimensionstor öffnete sich „Gebt euch die Hände.“ rief Buffy. Dawn drückte sich an Buffy „Buffy, ich hab Angst.“ Buffy versuchte ihre Schwester zu beruhigen „Es wird alles ok, es wird nichts schief gehen.“ Die Energie des Dimensionstor zog die Vier in das Tor. Zwei Sekunden später standen sie im Zauberladen, vor Giles und den anderen. „Oh jetzt hab ich nen Jetlag“ witzelte Buffy und schloss Willow in die Arme „Ich habe sie noch gerade rechtzeitig gefunden. Es war ganz schön knapp.“ Angel erblickte Wesley, der nach Sunnydale gefahren war um Giles zu helfen. Angel umarmte seinen Freund „Hey Wes“. Er freute sich ihn wiederzusehen. Spike nachdenklich „Wenn die Dämonen es auf Dawn abgesehen hatten, warum wurden dann Angel und ich auch in diese Dimension geschickt?“ Wes erwartete diese Frage „Das habt ihr den Mächten der Ewigkeit zu verdanken, deshalb hatte Cordy auch diese Vision. Hätten sie euch nicht geschickt, wäre Dawn wahrscheinlich nicht gerettet worden.“ Alle schauten traurig als ihnen klar wurde, wie knapp es wieder war. Dawn verdrehte die Augen „Leute, ich kenn das doch schon, ich bin halt gut dazu geeignet Schlösser zu öffnen.“ Das lockerte die Stimmung auf.

„Wes, wir sollten am besten gleich los fahren, damit wir zu Hause sind, bevor die Sonne aufgeht.“ sagte Angel. Das dies nicht der eigentliche Anlass für seinen plötzlichen Aufbruch sein sollte, wurde Buffy sofort klar und bat ihn mit ins Büro zu kommen.

"Du hast gesehen das ich Spike geküsst habe, oder?“ Angel setzte sich auf die Tischkante „Ja habe ich und ich versteh es. Du brauchst mir nichts erklären. Ok, es ist Spike und du weißt, dass wir uns nicht besonders mögen, aber wenn ihr euch liebt, will ich euch nicht im Weg stehen.“ Buffy war überrascht von Angel´s Reaktion „Danke, ich wollte nicht, dass du gehst, ohne es von mir zu hören: Ja, ich liebe Spike und wir sind ein Paar.“ Angel stand auf und musste schlucken „Ok, wenn er derjenige ist mit dem du glücklich werden kannst, dann wünsch ich euch, dass es klappt. Ganz ehrlich.“ Spike kam dazu und Buffy verließ das Zimmer. Sie hielt es für wichtig, dass die beiden darüber redeten. Angel stellte sich mit verschränkten Armen vor Spike „Wenn du ihr nur ein Haar krümmst oder ihr weh tust, werde ich dich töten.“ drohte Angel. „Du musst sie nicht mehr beschützen, dafür bin ich jetzt da.“ entgegnete Spike und ließ Angel stehen. Angel wurde klar, dass er Buffy verloren hatte und ging zu den anderen. Er verabschiedete sich und machte sich mit Wesley auf den Heimweg, ohne noch ein Wort zu Spike oder Buffy zu sagen. Buffy war froh, dass Angel ging und fiel Spike sogleich um den Hals. „Ich habe mir solche Sorgen um euch gemacht, ich hatte wahnsinnige Angst euch zu verlieren. Ich liebe dich.“ Buffy rangen Tränen über ihre Wangen. Giles beschämt von dem Anblick „Ja, wir sollten alle nach Hause fahren. Ausserdem geht in ein paar Stunden die Sonne auf.“ Xander brachte Spike, Buffy, Will und Dawn nach Hause.

Zuhause angekommen gingen Dawn und Willow direkt ins Bett, sie waren ziemlich k.o. Buffy sah erleichtert aus, ihre Augen waren gläsern von ihren vergossenen Tränen „Spike, ich weiß nicht wie ich dir danken soll, dass du Dawn gerettet hast. Du kannst dir nicht vorstellen wie dankbar ich dir dafür bin.“ Spike strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht „Ich würde es immer wieder tun.“ und küsste sie auf den Mund.

Er wollte gerade zur Tür rausgehen, da hielt Buffy ihn fest „Wo willst du denn hin?“ „Nach Hause.“ antwortete Spike. Buffy zog ihn zu sich und schloss die Tür „Du bist zuhause. Ich möchte, dass du bei mir bist, immer.“ Das lies Spike sich nicht zweimal sagen und legte seinen Mantel aufs Geländer „Wenn die anderen beiden nichts dagegen haben, dann nehm ich das Angebot an. “Wir haben nix dagegen.“ riefen Willow und Dawn von oben, die gelauscht hatten. Buffy musste lachen „Siehst du, sie wollen alle, dass du hier bleibst. Komm.“ sagte Buffy und Spike folgte ihr in ihr Zimmer.

„Buffy, wie soll es denn jetzt weitergehen, du bist ein Mensch... ich bin..:“ Buffy küsste ihn, so dass Spike nicht ausreden konnte, sie wollte das jetzt nicht hören. „Dass kriegen wir auch noch hin. Das Wichtigste ist, dass wir endlich zusammen sind.“ Spike nahm Buffy´s Hand „Kann ich dich mal etwas fragen, und ich möchte eine ehrliche Antwort haben.“ Buffy nickte und Spike fuhr fort „Wann hast du gemerkt, dass du in mich verliebt bist?“ Buffy lächelte ihn an und erinnerte sich „Ich kann eigentlich nicht genau sagen, wann es war. Als ich dich sah, nach dem ich wieder gekommen bin, fühlte ich wie sehr ich dich vermisst hatte und das ich dich schon vor meinem Tod geliebt habe.“ Spike nahm seine Freundin in den Arm „Und ich liebe dich seit dem ersten Moment als ich dich sah, aber ich war zu dumm es zu merken.“ Die beiden legten sich aufs Bett und Buffy kuschelte sich an ihren toten Geliebten. Spike wurde nachdenklich wegen Angel, ob Buffy wirklich keine Gefühle mehr für ihn hatte. Buffy bemerkte, dass er über etwas nachdachte „Was ist los?“ „Ich mache mir Sorgen.“ antwortete Spike. Buffy hob ihren Kopf „Worüber denn?“ „Wegen Angel. Ich habe Angst, dass du vielleicht wieder zu ihm zurückgehen wirst, wenn sich die Prophezeiung erfüllt und er ein Mensch wird“ gab Spike zu. Buffy stützte sich auf seinen Oberkörper „Das ist mir egal. Ja, ich habe Angel geliebt, aber das ist vorbei. Ich liebe dich und das wird auch für immer so bleiben.“ Spike zog die Jägerin an sich und küsste sie leidenschaftlich. Sie verbrachten eine wunderschöne Nacht miteinander und schliefen nebeneinander ein, wie ab jetzt jede Nacht, ohne darüber nachzudenken, was die Zukunft bringen wird.

ENDE