Verdammte Gefühle

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Buffy saß wieder einmal auf ihrem Bett und dachte über ihre Gefühle nach.

Er war wieder da UND er hatte eine Seele. Damals in der Kirche begriff sie was Anja im Bronze gesehen hatte. Dort hatte er versucht ihr zu erklären warum er das getan hatte. Nur wegen ihr quälte er sich mit diesem Funken in ihm, der ihn für Buffy zu etwas besseren machen sollte. Er wollte in ihren Augen nicht mehr das Monster, der Dämon, sein, als den sie ihn schon so oft beschimpf hatte in ihrer... Affäre. Immer wieder hatte sie mit ihm geschlafen und war danach abgehauen, nicht selten ohne ihn vorher krankenhausreif zu schlagen und zu demütigen. Dann die Erinnerung an die Szene im Badezimmer. Die ersten Tage- oder waren es Wochen? –war sie Nacht für Nacht aufgewacht, hatte keinen Schlaf gefunden, ließ sich stattdessen von Dawn trösten, weil sie die Bilder quälten. Ha! Genau wie Spike nun leiden musste... Sie wusste, er bereute seine Tat, würde ihr nie wieder weh tun wollen... und auch sie wollte nicht, dass er leiden musste. Trotz Xanders Protesten und Appellen an ihren Menschen- oder besser gesagt Jägerinnenverstand, war der nun zweite beseelte Vampir wieder in die Scooby Gang integriert. In ihrer Lage hatten sie auch jeden Kämpfer nötig. Vor Kurzem musste sie ihn aus den Machenschaften von The First holen. Sogar nachdem er wieder Leute gebissen und verwandelt hatte, vertraute sie ihm irgendwie und.... Moment... Sie vertraute Spike? Kurz überlegte sie. Ja, das tat sie. Aber... warum? Nach allem was vorgefallen war... passiert ist? Und es war nicht nur das Vertrauen... Als sie mit den SITs auf dem Friedhof trainierten, verletzte sie Spike und machte sich wegen einer kleinen Verletzung Sorgen um ihn.

Okay noch mal zusammenfassend.

Sie vertraute ihm, machte sich Sorgen um ihn und fand ihn auch immer noch körperlich ziemlich sexy. Und er? Er liebte sie, würde für sie alles tun, wie seine Seele bewies. Also war das zwischen ihnen wirklich nur Freundschaft? Entsetzt schüttelte sie den Kopf, es konnte... durfte nicht wahr sein! Damals nicht und heute, jetzt, in ihrer Situation, erst recht nicht. ...Warum sollte es denn jetzt schon wieder falsch sein?... fragte ihre innere Stimme sie. Weil er ein Vampir ist! ...*gähn* Hast du nichts Besseres zu deiner Verteidigung zu sagen? Er hat eine Seele!... Warren hatte auch eine Seele und er hat es fertig gebracht zu töten! Warum kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen? ...Tut mir leid aber ich bin nun mal ein Teil von dir... Die Jägerin kuschelte sich noch mehr in ihr Kissen, schluckte. Außerdem wird er sowieso verschwinden, wenn ich ihm mein Herz geöffnet hab... mich allein lassen wie alle andren davor... Wieso sollt ich mir das wieder antun? Wieder diesen Schmerz fühlen... Woher weißt du, dass er dich verlassen wird?... Woher weiß ich, dass er es nicht tut? Nein ich hab keine Lust mehr verlassen zu werden... Aber wenn du es nicht wenigstens versuchst... Jetzt hör endlich auf! Denkst du ich sehne mich nicht nach seiner Nähe oder seinen Berührungen? Doch ich darf das einfach nicht zulassen. Ich bin die Jägerin... Du dürftest noch nicht mal Freunde haben, doch auch das hat dich nicht interessiert.... Das ist was völlig anderes!... Willst du etwa die Chance verpassen, glücklich zu werden?... Hörst du mir eigentlich zu? Es. Darf. Nicht. Sein! Außerdem hab ich wie du gesagt hast noch Freunde. Was sollen die von mir denken? Xander würde mich bestimmt in die Klapse einliefern lassen! ... Ist es dein Leben oder ihrs? Verdamm noch mal, wegen dir hat er eine Seele! Erinnerst du dich nicht mehr an das was Angel dir erzählt hat und ignorierst du jedes mal einfach den Schmerz in seinen Augen wenn er dich anschaut?... Nein... So viel Schmerz kann man nicht ignorieren... Ich glaub ich brauch dringend frische Luft! Hier kriegt man ja noch einen zu viel... Jetzt streit ich mich schon mit mir selbst... Sind der Superjägerin etwa die Argumente ausgegangen?... Nein! Nein... Ich hab nur wegen dir Kopfschmerzen. Buffy schüttelte kurz den Kopf um endlich wieder „klar“ denken zu können. Also ob die Sache mit The First nicht schon genug wär. Jetzt mit Spike eine Beziehung... Das hat mir grad noch gefehlt... Siehst du? *g* ... Schnauze! Sie stand auf, zog sich was anderes an und rückte ihre Frisur zurecht. Dann ging sie runter. „Willow ich geh mal kurz mir die Beine vertreten. Pass du bitte auf die anderen auf“, und schon war sie durch die Tür verschwunden.

Er schreckte unsanft aus seinen (nicht grad ruhigen) Träumen, als oben die Tür knallte. Kurz schaute er sich um, dann viel es ihm wieder ein. Summershaus. Keller. Er angekettet an der Wand. Neben ihm eine Liege. Sein eigener Wille. Langsam zog er sich an den Ketten hoch und griff nach dem Becher mit Blut, den Buffy ihm vorhin gegeben hatte.

Buffy...

Vorhin hatte sie sich kurz mit ihm unterhalten und gefragt ob er das wirklich wollte, hier unten angekettet werden. Er hatte ihr mit einem einfachen ja geantwortet. Sie war noch eine Weile hier geblieben, um sich mit ihm zu unterhalten und als sie dachte, dass er schläft, war sie zu ihm gekommen und hatte ihn durch die Haare gestrichen und sanft auf die Stirn geküsst. Nach allem was er ihr angetan hatte.

Er war ausgerastet, wollte ihr unbedingt beweisen, dass sie unrecht hatte... Dass sie ihn liebte... Doch stattdessen hatte er sie verletzt. Danach war er abgehauen wie ein Feigling, weil er nicht wusste was er nun machen sollte. Dann dachte er, dass er bei diesem widerlichen Dämon seinen Chip los werden wollte. Aber er hatte sich selbst belogen, denn er wusste ganz genau, dass er nur wegen ihr die ganzen Prüfungen machte. Um für sie eine Seele zu erhalten. Dann hatte er endlich was er wollte, genauso wie Angel, der sie allerdings unfreiwillig erhalten hatte. Allerdings akzeptierte sie Angel, liebte ihn sogar. Spike wollte für sie doch einfach nur jemand sein, den sie auch verdiente.

Nun quälte er sich mit diesem scheiß Funken in ihm, der ihn fast verglühte. Jedes Mal wenn er schlief seine Taten, seine Opfer die ihn anschrieen, sehend, war er langsam durch den Schmerz verrückt geworden. Jedes Mal war ein einziger Höllentrip, indem auch sie eine Rolle spielte. Natürlich hatte auch The First dazu beigetragen, dass sein Geisteszustand nicht der Beste war. Auch von ihm wurde >William der Blutige< gequält und wenn die Jägerin ihm nicht helfen und an ihn glauben würde, wäre er schon längst einfach an den Strand gegangen um einen Sonnenaufgang zu sehen. Aber sie wollte nicht, dass er ging, brauchte ihn.

Nachdem er wieder Unschuldige durch den FE gebissen hatte, hatte er sie sogar gebeten ihm endlich einen Pflock durch sein verdammtes untotes Herz zu jagen, doch sie tat es nicht. Buffy Anne Summers gab ihm eine zweite Chance das zwischen ihnen wieder aufzubauen, was damals alles so schief gelaufen war. Dieses mal sollte es nicht so enden. Er würde die Chance nutzen, die sie ihm gegeben hatte. Er würde sich weiter gegen seine Erscheinungen, die er manchmal hatte, wehren. Sie würde ihm wieder vertrauen können, ohne Angst haben zu müssen, dass er gleich über sie herfiel. Nie wieder würde er es so weit kommen lassen wie schon einmal.

Langsam und nachdenklich nippte er an seiner Tasse mit einem Teletubbie- Aufdruck (die andren waren alle vergeben) , als die Kellertür geöffnet wurde. Vorsichtig wich er in die Schatten, die ihn umgaben, zurück. Schnell beruhigte Spike sich, als er sah, wer da die Treppe runter kam. „Hey Krümel. Was führt dich denn hier runter?“ fragte er neugierig, das Blut beiseite stellend. „Buffy ist eben weg und die SIT´s nerven ganz schön. Außerdem wollt ich schauen wie es dir so geht. Ist hier ja nicht grad gemütlich.“ Sie schaute sich vielsagend um. „Es ist nicht grad gemütlich, aber es geht. Ist auf jeden Fall besser als bei den Nervensägen da oben.“ Er lächelte sie an. „Ja da hast du recht. Ich glaub wir sind alle froh, wenn das alles hier vorbei ist und sie wieder verschwunden sind. Wie lange willst du eigentlich noch hier unten angekettet bleiben? Nicht, dass es mich stört aber...“  „Mach dir keine Sorgen kleine Maus das ist nur zur Sicherheit, falls ich doch noch mal einen Rückfall haben sollte. Wenn es ganz sicher ist, dass ich nicht mehr unter dem Einfluss vom FE stehe werden die Teile nur noch für andre Spiele gebraucht.“ Dabei deutete er auf die Ketten und grinste sein typisches Spike- Grinsen. „Du bist echt...“ „Dawn? Dawnie, wo bist du?“ „Ich bin hier Will. Ich komm gleich.“, rief sie nach oben, „ Sorry, du hörst ja ich muss wieder. Willow hält es auch nicht lange allein mit ihnen aus.“  „Schon okay geh ruhig. Ich vereinsam schon nicht“  Sie schaute ihn noch einmal entschuldigend an und verschwand dann nach oben. Jetzt war er wieder allein hier unten im Keller.

Als Buffy am späten Abend wieder nach Hause kam, hatten sich alle bis auf Spike in der Stube versammelt und schienen zu diskutieren. Die Jägerin brachte die Einkäufe von ihrem Spaziergang erst mal in die Küche. Da kam auch schon Willow an und begrüßte sie. „ Hey Buffy, einkaufen gewesen?“ „Der Kühlschrank war mal wieder leer und Spikes Blut war auch fast alle.“ „Wir wollten dich fragen ob du vielleicht Lust auf einen Spieleabend hast. Wir brauchen alle einen Abend Pause. Bitte. Drüben ist auch schon das Meiste vorbereitet“ Will schaute ihre beste Freunden mit Dackelaugen an. Diese seufzte nur und stimmte zu. „Ein Abend ist genehmigt. Habt ihr schon ne Idee was wir spielen?“ „Dawn dachte an Monopoly oder Tabu.“

Willow ging in die Stube und sagte den Anderen bescheid, dass alles klar ging, während Buffy weiter auspackte und dann den ganzen Knabberkram aus einem Versteck (wegen den SIT´s) suchte. Als sie an der Kellertür vorbei kam, fiel ihr Spike wieder ein. Er sollte auch seinen Spaß haben und heute bei ihnen sein. Deshalb ging sie runter zu ihm und bemühte sich keine von den Chipstüten fallen zu lassen.

Er hatte sich wieder auf die Liege gelegt und starrte an die Decke, als Buffy kam. William setzte sich auf und wartete darauf, dass sie was sagte. Doch sie schwieg. „Willst du das alles alleine futtern?“ fragte Spike und deutete mit einem Kopfnicken Richtung Chips. „Was? Oh die Chips. Nein wir wollen heut mal ausspannen.“ Wieder Schweigen. „Und was willst du bei mir Liebes?“ Sie hatte mit ihrem Blick schon den Kellerboden hypnotisiert gehabt, als sie endlich wieder den Vampir ansah. Wieso kann ich ihn nicht einfach fragen? Schoss es ihr durch den Kopf. „Ich wollt eigentlich wissen ob... ob du nicht mit nach oben kommen willst.“

Erwartungsvoll schaute sie auf den blonden, total sexy aussehenden, untoten Typen. Verdammt... ich muss das einfach ignorieren... sagte sie zu sich selbst.

„Es gibt auch was andres als Chips. Xander wollte noch Donuts und das restliche Fastfood holen. Dawn würde sich außerdem freuen wenn du mitspielen würdest.“ Er sah sie immer noch skeptisch an. „Komm schon, oder willst du den ganzen Abend hier unten rumhängen?“ Sie sah ihn leicht sauer an, da er anscheinend lieber im Keller war als sich mit ihr und den anderen zu amüsieren. Spike seufzte und lächelte sie an „Okay Süße ich gebe mich geschlagen. Aber du müsstest mich von den Ketten befreien. Der Schlüssel liegt auf dem Regal.“

Gemeinsam gingen sie in die Stube, wo sich bereits alle außer Xander angeregt unterhielten.

Die Beiden setzten sich mit zu Willow auf die Couch und hörten einfach nur zu über was alle hier Anwesenden diskutierten, was natürlich nichts andres als Dämonen war. „Hey Leute ich dachte wir wollten uns heute einen schönen, gemütlichen Abend machen und ihr redet über Dämonen?“ äußerte Buffy ihre Beschwerde. „Okay, okay wir hören schon auf.“ Versicherte ihr Willow. So wurde jetzt darüber gesprochen wo sie herkamen, wie sie aufgewachsen sind, u.s.w. Als es an der Tür klopfte, hüpfte die Jägerin auf und öffnete dem X- Man die Tür. „Hi Buffster, hab hier jede Menge Donuts. Da wären welche mit Erdbeergeleefüllung, mit Zuckerglasur, mit Schokoladenglasur und mit Puderzucker.“ Er reichte ihr die Donuts. „Und schönen Gruß von deiner Ex- Kollegin.“ Damit holte er fünf Tüten mit Essen vom Doublemeat Palace hervor. „Verhungern werden wir jedenfalls nicht...“ war der einzige Kommentar Buffys, als sie mit den Donuts wieder ins Wohnzimmer ging. Xander folgte ihr. „Hey Dead Boy Junior, heut ohne Ketten?” witzelte er. Spike warf ihm nur einen flüchtigen Blick zu, sagte aber nichts weiter. „Okay und was spielen wir nun?“  „Ich bin für Tabu“ meldete sich Andrew.  „Ich stimme dem Typen zu.“ Meinte Molly und so kramte Dawn ihr Zimmer auf der Suche nach Tabu um.

In der Zwischenzeit fielen alle über die Fressalien her. Selbst Spike schnappte sich einen von den Donuts, genauso wie Giles. Buffy öffnete sich eine Flasche Rigo und drückte Spike auch gleich eine in die Hand. Da kam Dawn auch schon wieder. „Habs gefunden Leute.“ Sie reichte ihrer Schwester das Spiel und schnappte sich schnell einen Chicken Wing. „Okay wir brauchen zwei Teams. Ich wär für Sit´s vs. Scooby Gang und Andrew geht noch zu den Anderen.“ Bestimmte die jetzige Jägerin. „Ich... ich möchte lieber nur zuschauen.“ kam es von Giles. Da der Rest nichts dagegen einzuwenden hatte, begannen sie. Es stellte sich heraus, dass Spike der Beste von den Scoobies war und sie keine Chance gegen die angehenden Jägerinnen hatten. Nachdem Buffy sich beleidigt fühlte (Rona: „Buffy ist ne...?“ Andrew: „Schlampe!“) , machte sie sich über den Alkohol her. Xander hatte total gute Umschreibungen („Also Leute ihr wisst doch es gibt da so ein Ding mit dem man Dinger herstellen kann.“ Ratlose Blicke. „Nun kommt schon! Ist doch nicht so schwer!“) und Willow war ein hoffnungsloser Fall (Spike: „Was ist wenn Luna plena?“ Willow: „Nacht?“).

Der Einzige, der bei den Sit´s aus der Reihe tanzte war Andrew, was jedoch nicht den Sieg der Fünf verhinderte.

„Hey Dawnie können wir nicht was andres spielen? Das hier ist einfach nur... frustrierend.“, warf Xander ein. „Wir können auch nichts dafür, dass du nichts umschreiben kannst Harris.“ Gab ihm Spike zur Antwort. „Bin gleich wieder da. Hol nur schnell die Skatkarten.“ sagte Dawn und verschwand. „Buffy bei dir alles klar?“ fragte Amanda. „Ja, ja mir geht’s gut.“ Sie warf Andrew einen giftigen Blick zu während sie ein „Das kommt davon wenn man Gefangene zu gut behandelt“ murmelte.

„Hat jemand Lust auf eine Runde Kommando Pimperle?“ Xanders Augen begannen zu Glänzen, als Andrew seinen Vorschlag äußerte. „Ich bin dabei.“ „Ich auch. Das war mal mein Lieblingsspiel.“ meinte VI. „Wenn ihrs mir erklärt.“ „Mir bitte auch“ stimmten Molly und Rona zu. „Okay dann Alle mal um den Tisch. Also es gibt Kommando Pimperle,“

Xander trommelte mit seinen beiden Zeigefingern auf den Tisch.

„Kommando Flach,“

Beide Hände wurden flach auf den Tisch gelegt.

„Kommando Kant,“

Er stellte sie kant auf.

„Kommando Faust“

Die Hände wurden zu Fäusten geballt.

„und  Kommando Turm.“

Die zu Fäusten geballten Hände wurden übereinander platziert. „Doch“, erklärte er weiter, „der, der alles vorzeigt, kann auch was sagen und was falsches zeigen und wenn ihrs falsch nachmacht oder etwas macht obwohl vorher nicht Kommando gesagt wurde seit ihr raus. Noch Fragen?“ 

Die Restlichen, also Buffy, Dawn, Giles, Spike, Kennedy und Amanda, spielten Pokern.

Als Einsatz wurden die verschiedensten Sachen benutzt. Buffy nahm ihre Rigoflaschen, Spike, Giles und Dawn Chips, und die andren Beiden Salzstangen.

„Okay das wars, ich bin draußen Leute.“, sagte Buffy und gab auf, da sie ja gegen die Pokerfront sowieso keine Chance hatte. Stattdessen rettete sie ihren Rest Rigo und schaute neben Spike zu. Als nächstes warfen Dawn und Amanda das Handtuch und auch Giles musste eine Niederlage bekennen. Jetzt waren nur noch Kennedy und Spike im Rennen und es sah nicht gut für den wasserstoffblonden Vampir aus. „Ich gebe auf“, seufzte er. „Ha! Ich hab gewonnen.“, grinste Kennedy. Spike wunderte sich, dass jetzt keine abfällige Bemerkung von seiner Lieblingsjägerin kam und schaute deshalb neben sich. `Kein wunder. Sie schläft ja.´ dachte er. „Ich glaub, ich bring Buffy erst mal hoch.“ „Ja sie hat in den letzten Tagen nicht mehr richtig geschlafen.“ Stimmte ihm Dawn zu. Vorsichtig hob er seine große Liebe hoch und brachte sie nach oben in ihr Zimmer.

Oben angekommen legte er sie genauso vorsichtig hin, wie er sie hochgehoben hatte. Er nahm die Decke und legte sie behutsam über Buffy. Gerade als er ihr Zimmer verlassen wollte, wachte sie wieder auf. Verschlafen blinzelnd, schaute sie sich um wo sie war. Da entdeckte sie Spike, der in der Tür stand. „Hey, bin wohl eingeschlafen.“ Sagte sie zu ihm. „Ja bist du. Du solltest vielleicht weiter schlafen Luv. Du warst in den letzten Tagen ziemlich beschäftigt.“ Er lächelte sie unsicher an. Sie nickte stumm. „Wenn.. wenn du...“ Anstatt weiter zu reden, rückte sie ein Stück und machte Platz für eine zweite Person. Unsicherheit machte sich in dem Vampir breit. Konnte das sein? Wollte sie wirklich, dass...

Was war los? Wollte er sich vielleicht gar nicht neben sie legen? Nein. Er liebte sie doch.... Oder?

„Bitte.“ klang ihre leise Stimme an sein Ohr.

Langsam kam er ihrer Aufforderung nach und setzte sich zu der Jägerin auf den Bettrand. Sie zog ihn zu sich und er legte sich nur allzu bereitwillig hin. Oh Gott! Bitte lass das nicht nur wieder eine von meinen Fantasien sein! Betete er.

Sie kuschelte sich noch stärker in seine Arme, wollte ihn nie wieder gehen lassen. Doch sie wusste, es durfte jetzt einfach nicht sein. Sie durfte Schwächen nicht erlauben.

„Wirst du bleiben?“ flüsterte sie gegen seine Brust. Die ganze Situation irritierte ihn immer mehr. „Wenn... du willst.“ Gab er zur Antwort. „hm... ja.. ich glaub das möchte ich.“ Diese Antwort hatte er von ihr nicht erwartet. So gern hätte er Buffy noch gefragt, was sie meinte. Doch die war schon wieder im Land der Träume....

Langsam wachte sie wieder auf, streckte sich und gähnte ausgiebig. So gut hatte sie schon lange nicht mehr geschlafen. Da vielen ihr zwei starke, männliche Arme auf, die sie an eine genauso starke und männliche Brust drückten. Ooh verdammte scheiße... nein das hab ich nicht wirklich getan...., versuchte sie sich zu beruhigen. Aber wer sollt sonst neben mir liegen? Eine der Mädchen ist es bestimmt nicht. Die sind nicht so durchtrainiert und... maskulin. Langsam drehte sie sich herum und blickte, wie sie schon vermutet hatte, ihren schlafenden Spike an. Warte... mein Spike? Das wird ja immer schlimmer... Ich bin so... Warum hab ich das auch nur gemacht? Jetzt werde ich ihn schon wieder verletzten müssen... Sie knirschte mit den Zähnen, denn ihn verletzten war definitiv das Letzte was sie wollte. Dazu sah er grad so verdammt süß aus, mit dem kleinen Lächeln im Gesicht. Dann viel ihr noch was ein. Wenn Spike gestern bei ihr geblieben war, ist das den andren bestimmt nicht entgangen... Aber interessierte sie das überhaupt? Sie hatte endlich wieder schlafen können und das lag sicher nicht an der Tatsache, dass sie gestern was getrunken hatte. Es war eindeutig ihr freier Wille gewesen, dass er bei ihr bleiben sollte. Na komm schon! Es ist doch gar nicht so schwer es sich einzugestehen.... Denkst aber auch nur du... Musst du es dir immer so unnötig schwer machen? Wenn du nicht schleunigst etwas einsiehst, verpass ich dir eigenbeinig einen saftigen Arschtritt.

Spike war inzwischen auch aufgewacht und bemerkte, dass Buffy grad grübelte. Er wusste genau worüber sie nachdachte. Wie oft hatte sie das damals danach auch gemacht? Er seufzte nur resigniert und stand auf.

Die Jägerin sah ihn deutlich irritiert an. „Wohin willst du?“ wollte sie wissen. „In den Keller, dahin wo ich hingehöre.“ Was soll das nun schon wieder werden? „Aber... Wieso?“ Er sah sie nicht an. „Ich will es dir nicht unnötig schwer machen. Sag deinen Freunden einfach, dass ich mich ohne deine Erlaubnis neben dich gelegt hab, dann werden sie keine dummen Fragen stellen und du hast ein Problem weniger.“

Unten war in der Zeit schon längst alles wieder auf den Beinen. „Meinst du wirklich, dass das mit Billy Idol so eine gute Idee war Will? Was wenn er nun doch...“ „Xander. Wie oft haben wir das jetzt besprochen? Ich weiß du magst ihn nicht, aber gestern hatte Buffy sich sogar an ihn gekuschelt. Wir hätten sie wahrscheinlich nur aufgewacht und ihr Schuldgefühle eingeredet. Doch sie liebt ihn, Xander und wenn wir wirklich ihre Freunde sind, dann lassen wir sie selbst entscheiden. Also hör endlich auf zu fragen ob es richtig war oder nicht.“ „Aber...“ „Kein aber!“, bestimmte die Hexe mit fester Stimme. So musste sich der große Nörgler geschlagen geben.

Sie wollte ihren Ohren immer noch nicht trauen. Er konnte das was er gesagt hatte, unmöglich ernst meinen. Oder hatte sie ihn damals doch mehr verletzt als es ihr lieb war? Wahrscheinlich hatte er gestern Abend gar nicht gewusst, was er tat und hatte sich deshalb zu ihr gelegt und sie... sie hatte es wieder mal verbockt...

Gerade als er zur Tür raus wollte, hörte er ein schluchzen hinter sich. Eigentlich wollte er sich nicht noch mal umdrehen, doch er konnte einfach nicht anders. Was er sah, ließ ihn frösteln.

Buffy lag zusammengerollt, den Rücken ihm zugewandt in ihrem Bett und weinte hemmungslos. Sie dachte, dass Spike schon im Keller hockte und so konnte sie schwach sein... „allein...“ flüsterte sie.  Als Jägerin hätte sie doch wissen müssen, dass er verschwinden würde. Bei der plötzlichen Kälte die sich immer mehr in ihr ausbreitete, schlang sie die Arme um sich. Doch es half nichts. Es war einfach zu viel für sie... für ihr Herz... Gerade als sie es begriffen hatte, wollte er nicht mehr... Das Leben war nun wieder sinnlos.

Eine halbe Ewigkeit stand er einfach nur da, ohne zu wissen was er nun machen sollte. Sollte er zu ihr gehen? Oder war es besser sie in Ruhe zu lassen? Langsam ging er auf ihr Bett zu und blieb unschlüssig davor stehen. „allein..“ hörte er sie sagen, doch es hörte sich traurig an, enttäuscht... Vorsichtig ließ er sich neben der Jägerin, nein ganz falsch, neben Buffy nieder. Doch anstatt ihn überhaupt zu beachten, rollte sie sich noch mehr zusammen. „Hey Liebes was ist denn?“ versuchte er zu ihr durchzudringen.

Bei dem Klang seiner Stimme zuckte sie zusammen. Er ist noch hier? Wieso? Sie versuchte so schnell wie möglich sich zu beruhigen, was jedoch nicht wirklich gelang. „Es ist... nichts.“, startete sie einen zum Scheitern verurteilten Versuch ihn abzuwimmeln. Ihre Stimme war von Tränen erstickt und wäre er kein Vampir, hätte er sie wahrscheinlich gar nicht verstanden. Er musste irgendetwas gesagt oder getan haben, was sie verletzt hatte. Allein... Seine Augen weiteten sich bei der Erkenntnis. Sie wollte gar nicht, dass er ging. Er sollte bleiben, bei ihr.

Vorsichtig strich er mit dem Daumen eine der vielen Tränen aus ihrem Gesicht. Und er wäre glatt gegangen... „Hey Süße wenn du mich großen Hornochsen immer noch haben willst, dann bleib ich.“, er brachte ein schiefes Lächeln zu Stande, „Ich dachte nur, dass du...“ „Psst“ Sie legte ihm einen Finger auf seinen Mund und brachte ihn damit zum Schweigen. Was sollte sie mit Erklärungen, Hauptsache er war doch noch für sie da. Deshalb ließ sie sich wieder in seine starken Arme sinken. Mit ihren Fingern fuhr sie über seine Muskeln, die sie schon so lange vermisst hatte zu berühren. So entlockte sie ihm ein leises Stöhnen. Auch er hatte sich danach gesehnt.

Sie schluckte. Sollte sie es ihm jetzt sagen? Warum nicht... Er wusste doch bestimmt schon was mit ihr los war. Also ein eindeutiges ja... „Spike?“ fragte sie leise. „Ja pet?“ „Ich... Verdammt! Ich liebe dich...“ Anstatt ihn anzusehen, drückte sie ihr Gesicht noch mehr an seine Brust. „Ich dich auch Liebes.“ Bekam sie zurückgeflüstert. Darauf folgte ein Schweigen, was, wie es schien, nie enden wollte und beide genossen es einfach so dazustehen, gehalten vom jeweils anderen.

Dawn konnte es einfach nicht mehr aushalten. Schon die ganze Zeit war sie total hibbelig und fragte sich, was ihre Schwester und der super sexy Vampir da oben machten. Ob sie jetzt gleich wieder übereinander herfallen? Oder vielleicht hat Buffy ihn auch grad wieder zurecht gewiesen, was er in ihrem Bett neben ihr zu suchen hat. Die Beiden könnten sich echt mal beeilen... Das hält ja kein Mensch aus. Nervös spielte sie mit ihren Fingern, dann fasste sie einen Entschluss. Mal kurz schauen schadet ja nicht... Deshalb schlich sie so leise und unauffällig wie möglich nach oben  (War gar nicht so leicht, da Willow die obere Etage zum Sperrgebiet erklärt hatte und man nur in Ausnahmefällen nach oben durfte) und blieb vor Buffys Tür stehen. Vorsichtig öffnete sie die Tür einen Spalt breit um hinein spähen zu können. Was sie sah, ließ ihr Herz einen Sprung machen. Spike hielt Buffy fest an sich gedrückt und sie hatte ihre Arme um ihn geschlungen. „Wow...“ Als Beide zu ihr schauten, wurde ihr bewusst, dass sie es wohl lauter gesagt haben musste als beabsichtigt. „Oh, sorry ich wollt nicht stören, nur mal kurz schauen. Bin auch sofort wieder weg.“, sagte sie verlegen aber trotzdem glücklich, da ihre Schwester es anscheinend endlich kapiert hatte.

Buffy  blickte nicht minder verlegen zurück und Spike strahlte sie glücklich an. „Schon okay Krümel. Wir werden nachher auch gleich runter kommen.“ „Ihr könnt ruhig weiter fummeln lasst euch nicht stören.“, warf Dawn schnell ein. „Ich hau jetzt wieder ab.“, und schon hatte sie breit grinsend die Tür geschlossen, um nicht von Buffy für ihre tolle Bemerkung angepflaumt zu werden. Doch die schüttelte nur lächelnd ihren Kopf über diesen Kommentar. Das war eindeutig ihre Schwester.

„Sie Hat es getan, sie hat es getan!“ Aufgeregt rannte Dawn die Treppe runter und übersprang die letzten Stufen. „Dawn? Was hast du da oben gemacht?“ Willow sah sie strafend an. Neugierig kamen jetzt auch die Anderen aus der Stube und der Küche. „Ich hab doch nur kurz rein geschaut“, versuchte sie sich zu verteidigen. „Echt süß die Beiden. Sie standen grad Arm in Arm da. Spike meinte, dass sie auch gleich runter kommen würden, doch ich wage das mal zu bezweifeln.“ Zwar war die Hexe immer noch sauer auf sie, aber angesichts dieser guten Nachricht verzichtete sie auf weitere Strafpredigten zum Thema Privatsphäre.

„Und nun?“ fragte sie nach einem Moment des Schweigens. „Willst du es ihnen jetzt schon sagen?“ stellte er eine Gegenfrage. Buffy zuckte mit den Schultern. „So wie ich Dawn kenne, wissen es inzwischen sowieso schon alle.“ Sie sah ihn an und in ihrem Blick konnte man sehen, dass sie nichts von dem bereute, was sich seit gestern ereignet hatte. Sanft strich Spike ihr durch die Haare und schenkte ihr ein Lächeln. „Dann lass uns mal runter gehen Süße.“

„Och... Willst du jetzt wirklich schon wieder runter zu den Nervensägen?“ Sie sah ihn mit ihren süßesten Schollmund an und wer kann dem schon wiederstehen?

Also gehorchte der Vampir und legte sich mit ihr wieder hin.

Sie kuschelten sich genauso aneinander wie gestern Abend. Er bedeckte ihre Schultern mit kleinen Küsschen, während sie mit seinen blonden Locken spielte. Ab und zu fanden ihre Lippen zueinander und sie küssten sich und danach schmiegten sie sich noch enger aneinander. „Du weißt gar nicht wie sehr ich das vermisst hab.“, flüsterte sie ihm zu. „Ich mein nicht nur die körperlichen Aktivitäten. Ich hab... dich vermisst, deine Nähe.“ Anstatt ihr zu antworten küsste er ihr auf die Nase. „Dito.“, er lächelte sie an.

Gegen Mittag bekam Buffy dann doch Hunger und sie mussten wohl oder übel runter gehen. So leise wie möglich schlichen die Beiden den Flur entlang und die Treppe runter. Vorsichtig wurde um die Ecke gespäht. Alle in der Stube... gut... sehr gut. Weiter ging es in die Küche. Buffy durchstöberte den Kühlschrank während Spike sich etwas Blut in der Mikrowelle aufwärmte. „Mmh... Käse...“ Sie holte die ganze Packung mit Käse raus und fing an die Scheiben zu essen. „Sehr nahrhaft Süße.“, grinste er sie an. „Tja bis jetzt hat es mir nicht geschadet. Wenn du nicht willst, dass ich mich nur von Käse ernähre dann mach mir doch was Anderes.“ „Wie wärs mit Äpfeln?“ Sie fing den Apfel auf, den er ihr zuwarf. „Wenn du meinst.“ Sie lächelte ihn an und biss in den Apfel. Er hatte inzwischen sein Blut genommen und drehte sich von ihr weg um es zu sich zu nehmen. „Hey komm schon. Ist nicht zum ersten Mal, dass ich sehe wie du Blut trinkst.“ Langsam drehte er sich zu ihr um und sie legte ihren Apfel zur Seite und nahm ihm die Tasse ab. Dann tauchte sie einen Finger hinein und hielt ihm diesen auffordernd vor den Mund. Er sah sie skeptisch an. „Na los mach schon. Oder hast du keinen Hunger mehr?“ Immer noch zögernd nahm er ihre Hand, führte sie zu seinem Mund und leckte das Blut von ihrem Finger während sie ihn aufmunternd ansah. „Geht doch.“ Sie reichte ihm wieder seine Tasse, damit er sein Blut noch alle trinken konnte und diesmal drehte er sich nicht dabei weg. `Erziehung ist alles´ kam es ihr in den Sinn und sie musste grinsen. Danach spülte er die Tasse ab und schaute noch mal in den Kühlschrank. Er nahm eine Eispackung und Sahne raus und schnappte sich zwei Löffel. „Okay ob das reicht Süße?“, mit fragendem Blick sah er sie an. „Hm....“ Sie schaute sich noch mal im Kühlschrank um und nahm eine Viererpackung mit Muddis Pudding mit. Nun schlichen sie wieder ganz leise in ihr Zimmer.

„Was haben sie sich geholt?“ fragte Molly aufgeregt. „Sah aus wie unser Eis und... der Pudding! Das war meiner!“ protestierte VI. „Wie lange wollen sie denn noch alleine oben rum machen?“ mischte sich nun auch Amanda ein. „Nicht, dass ich das nicht unheimlich süß finde aber was ist mit dem FE?“ „Ich bin mir sicher, dass sie schon wieder auftauchen werden, nachdem sie ein bisschen allein waren“, antwortete Willow, „Die Beiden haben jetzt erstmal eine Menge nachzuholen.“

Derweilen legten Buffy und Spike ihre „Mitbringsel“ und sich selbst auf das Bett. „Pudding?“ Er schaute sie fragend an. „Oh. Du isst keinen Pudding?“ „Ich mach sogar noch ganz andre Sachen mit ihm.“, und wiedermal erschien sein typisches Grinsen. „Ach und das wäre?“ fragte sie ganz unschuldig. „Wenn du willst zeig ich es dir.“ Das ließ sie sich nicht zweimal sagen und stimmte zu. William schnappte sich einen von den Puddings, drückte Buffy sanft aufs Bett und zog ihr das Shirt hoch, bevor er den Pudding gleichmäßig auf ihrem Bauch verteilte. Dann ließ er seine Zunge über ihren Bauch gleiten um das „Verkleckerte“ wieder zu entfernen und entlockte ihr so ein leises Stöhnen. Nachdem jeder Zentimeter puddingfrei war, zog Buffy ihren Kuschelvampir nach oben und küsste ihn leidenschaftlich...

Eng aneinander gekuschelt wachten sie am Abend auf. Ihre Sachen waren sie nach der Puddingaktion schnell los geworden und was danach geschehen war, muss man hier wohl nicht näher ausführen. Abgesehen davon, dass nun auch die Sahne verbraucht war. „Hey Süße.“ „Hm…” antwortete ihm eine ziemlich verschlafene Jägerin. „So geschafft?“ „Kannst du laut sagen.“, nuschelte sie ihm gegen die Brust. „Es... es war anders als damals. Es war viel...“ „Intensiver.“, vervollständigte er ihren Satz. „Ich weiß Liebes.“ Er lächelte sie an und gab ihr dann einen Kuss. Buffy fing leicht an zu wimmern, als er sich wieder von ihr löste. „Wir sollten das Eis, oder besser gesagt was davon übrig ist, vielleicht wieder nach unten bringen.“ „Jah, aber heißt das nicht aufstehen, anziehen und runter gehen?“ `Ein Grinsen kann er sich wohl nie verkneifen.´ , dachte sie, als sie in sein Gesicht sah. „Ich schätze da müssen wir durch Sweet.“ Das hatte sie geahnt. Deshalb setzte sie sich immer noch müde auf und gähnte ausgiebig, bevor sie sich aus dem Bett erhob, um sich anzuziehen. „Und was ist mit dir?“ fragte sie ihren „Bettgenossen“, der sich weiter faul in selbigen rekelte und sie beobachtete. „Auf, auf, aber zackig. War ja auch schließlich deine Idee.“ „Lass mich doch noch ein bisschen die Aussicht genießen.“ Sagte er und Buffy wurde leicht rot, aber blieb dabei. „Selbst dran schuld du platinblonder Vampir mit der Lizenz zum Schmusen.“ So musste auch er aufstehen und sich in Hose und Hemd zwingen, obwohl es doch ohne Klamotten und mit seiner Süßen im Bett viiiel gemütlicher war.

Händchenhaltend kamen sie die Treppe runter und geleiteten das Eis in die Küche, wo Rona grade an einer Möhre knabberte. „Oh. Hey ihr Beiden.“ „Hi Rona. Gibts irgendwas Neues?“ wollte Buffy wissen, während sie das Eis wieder ins Gefrierfach tat.  „Drüben wird grade ein Trainingsplan entworfen, aber ansonsten nichts.“  „Hm. Könntest du den Andren sagen, dass wir was zu bereden haben?“ „Klar wird sofort gemacht.“ Sie salutierte kurz vor der Jägerin und war dann auch schon weg. „Du willst es wirklich Liebes?“ Er konnte es immer noch nicht fassen, dass sie jetzt doch noch mit ihm zusammen sein wollt. Klar hatte er es gehofft, aber dran geglaubt hatte er nie wirklich. „Was denkst du denn.“, sagte sie und lächelte ihn an. Seine Augen hatten wieder dieses Funkeln, was beim ihm so selten war, wie Angel lachen zu sehen. Angel... Sie hatte schon seit einiger Zeit mit ihm abgeschlossen, da sie gemerkt hatte, dass sie Beide sich immer mehr auseinander lebten. Trotzdem war immer noch ein bitterer Nachgeschmack da, wenn sie an ihn dachte, der wohl nie verschwinden würde.

„Also dann sollten wir jetzt mal rüber gehen die warten sicher schon alle.“ Sie gaben sich noch einen flüchtigen Kuss und gingen dann in die Stube.

Willow saß zwischen Kennedy und Dawn, während Xander sich auf dem Sessel nieder gelassen hatte, Giles stand und die restlichen SIT´s mit dem Fußboden vorlieb nahmen. Man konnte immer noch sehen, dass hier vor kurzem viel los gewesen sein musst, da noch Chipstüten und volle Flaschen rumlagen und standen. „Hey Buffy, na was gibt’s so wichtiges?“, versuchte Dawn so unschuldig wie möglich zu fragen. Die Jägerin stellte sich vor alle und der Vampir folgte ihr brav. „Ich weiß, dass wir gerade alle ziemlich in Schwierigkeiten sind,“ begann sie mal wieder eine ihrer langatmigen Reden und Dawn rollte innerlich mit den Augen. Warum musste ihre Schwester immer alles so kompliziert machen? „aber mir ist gestern etwas klar geworden. Es wird euch nicht gefallen, besonderst dir nicht Xander, doch ich... mir ist klar geworden, dass...“ `Mach schon...´ flehte der Schlüssel nun. Noch einmal wurde tief Luft geholt bevor... „Ich lie..“ Das Telefon läutete. Alle schreckten auf und Buffy redete nicht weiter, sondern versuchte ihren Mut der sie eben verlassen hatte, wieder zusammen zu kratzen. Sanft drückte Spike, der neben ihr stand, ihre Hand. Erneut klingelte es. „Ich geh schon.“ Sagte Amanda und erhob sich vom Boden. Stille trat ein, als sie verschwand bis sie wieder zurückkehrte. „Morgen wird eine Neue ankommen.“, informierte sie alle über den Anruf und setzte sich wieder zu den Anderen. „Hm.. okay, danke... Also was ich sagen wollte war, dass... ich Spike liebe.“ Buffy rechnete mit dummen Kommentaren von den zukünftigen Jägerinnen und ihren Freunden. Doch stattdessen sah sie, wie sich die drei auf der Couch anlächelten und die SIT´s auf dem Boden ihr zu ihrer Entscheidung gratulierten. Dann fiel ihr Blick auf Xander und Giles. Ihr Wächter war ziemlich beschäftigt damit seine Brillengläser sauber zu machen und Xander starrte stur auf den Boden. „Giles? Xander?“ fragte sie vorsichtig. Der Ripper hörte endlich auf seine Brille zu putzen. „Nun Buffy, du weißt was ich für Spike übrig habe. Doch wir hatten vorhin alle eine Unterredung mit Willow und ich werde eure Beziehung wohl akzeptieren müssen.“ Er lächelte sie an. „Giles! Da sieht man eindeutig, dass sie Brite sind.“ Xander schüttelte seinen Kopf. „Sowas kann man ja wohl kaum Unterredung nennen.“

 

Wohnzimmer, eine halbe Stunde zuvor:

 

„Okay Leute. Wie es aussieht hat Buffy es endlich geschafft zu ihren Gefühlen zu stehen.“, sprach die rothaarige Hexe. „Ich weiß, dass hier nicht alle damit einverstanden wären, aber *hallo*! Denkt nicht nur mal an euch! Buffy ist glücklich mit Spike! Wenn Buffy es uns sagt, dann hat es sie eine menge Kraft gekostet und wehe auch nur einer von euch wagt etwas gegen die Beiden zu sagen, denn dann werd ich mir den höchstpersönlich vornehmen.“, dabei schaute sie besonderst Giles und Xander an. Diese stimmten zu, doch nur wegen Buffy, denn den Vampir konnten sie ja nicht leiden... und natürlich wegen Willows Drohung.

 

Danach waren alle mit etwas anderem beschäftigt und merkten so nicht, dass Kennedy Willow ansprach...

Alexander Lavelle Harris schaute nun seiner besten Freundin in die Augen. „Du weißt ich mag Reißzahn nicht besonderst... Doch nach Willows *Unterredung* kann ich ja schlecht was dagegen sagen. Werd wohl damit leben müssen. Aber hey immerhin bleiben mir noch die Streitereien mit ihm.“ Nun grinste er, doch hörte schnell auf, als Buffy einen unmissverständlichen Blick zuwarf. „Danke Leute.“ Auf einmal schien alles so leicht. Ihre Freunde verstießen sie nicht und die SIT´s sahen es auch nicht so dramatisch. Deshalb drehte sie sich zu ihrem, nun offiziellen, Freund um und gab diesem einen Kuss. „Du hast es überlebt Süße.“, sagte der nur den Kuss leidenschaftlich erwidernd. „Ja das hab ich wohl.“

~The End