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Story
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Es war so ruhig hier und die Sterne waren
nirgendwo anders so klar am wolkenlosen Himmel zu erkennen,
wie hier etwas außerhalb von Sunnydale am Waldrand.
Schweigend lag sie da, sah fasziniert auf diese unendlich
vielen und hell strahlenden Punkte über ihr. Der Mond war
bereits schon wieder fast ganz hinter dem Wald verschwunden,
denn bald würde die Sonne für die nächsten Stunden wieder
seinen Platz einnehmen. Die halbe Nacht hatte sie hier
gelegen, so sehr fesselte sie das Naturschauspiel, welches
jeden Abend von neuem erschien.
Wie konnte es nur so viele Sterne und andere Planeten geben?
Sie selbst fühlte sich im Gegensatz dazu nun viel winziger,
aber sicher nicht unbedeutender. Ohne sie würde es dies
alles hier um sie herum, vielleicht sogar das ganze
Universum, gar nicht mehr geben.
Während der Patroullie hatte sie eigentlich nie groß auf
den Himmel achten und Hans- Guck- in- die- Luft spielen können,
doch heute hatte sie eines dieser grünen und schleimigen
Dinger, die hier wohl irgendwo ein Nest hatten, bis hier
raus verfolgt und konnte sich, nachdem sie ihre Pflicht erfüllt
hatte, einfach nicht von dieser Wiese wegbewegen. Dazu war
es hier einfach zu wundervoll. Sollte die Jägerin nicht
auch wenigstens einmal ruhen dürfen?
Leise seufzend streckte sie sich. Bald müsste sie hier
wieder weg, die anderen würden sich sorgen, wenn sie frühs
nicht wieder zu hause wäre. Dabei fühlte sie sich so
entspannt wie schon lange nicht mehr und tief in ihr hatte
sich ein Gefühl des Friedens ausgebreitet. Alles hier war
so still und die Zeit schien für einen Moment stehen zu
bleiben, als sie noch einmal nach oben in die Nacht blickte.
Leise brauste eine Sternschnuppe über den Himmel und in
ihrem Kopf formte sich langsam ein Wunsch, den ihr Herz
schon länger in sich trug. Als schließlich die erste
Morgenröte zu erkennen war, raffte sie sich mühsam auf. Es
war Zeit wieder zu gehen, vielleicht würde sie irgendwann
wieder einmal hier vorbei schauen können…
„Du noch hier?“
Er lächelte nur leicht
und zuckte mit den Schultern. „Ich dachte auch nicht dich
hier zu treffen… Nettes Plätzchen oder?“, fragte er,
den Kopf leicht schief gelegt. „Yeah, hab es heute durch
Zufall entdeckt.“ Auch sie lächelte, bis ihr etwas
auffiel. „Es wird langsam hell, nicht unbedingt gut für
dich oder?“
„Genau deshalb geh ich hier lang.“, meinte er in die
Waldrichtung fuchtelnd, „Meine Gruft liegt gleich hinter
den ganzen Bäumen.“ Sie glaubte ihn nie besser
aussehender gesehen zu haben, wie er so dastand mit seinen
zerwuschelten Haaren und diesem Lächeln, was sie so an ihm
mochte. Blaue Augen bohrten sich in ihre grünen. Dann wurde
ihr plötzlich etwas klar. Vielleicht war es kein Zufall,
dass sie ihm jetzt begegnete. Und dass sie sich plötzlich
stärker zu ihm hingezogen fühlte als sonst... Da war schon
immer was zwischen ihnen beiden gewesen, wie ein
unsichtbares Band, das weder er noch sie richtig erklären
konnten. Schon seit einiger Zeit hatte sie sich immer mehr
gefragt, wieso sie eigentlich so angewidert von der Vorstellung
war, dass Spike sie liebte.
Aus Langeweile hatte sie eine Pro- und Contraliste mit der
Überschrift „Spike in meinem Freundeskreis“
gemacht, die er lieber nicht zu sehen bekommen
sollte- schließlich war sein Ego schon groß genug. Doch
der eigentlich wichtige Punkt war, dass die Pro- Seite
eindeutig überwog, nicht nur wegen seinen körperlichen
Aspekten. In letzter Zeit hatte er ihr auch seine gefühlvolle
und sensible Seite gezeigt, wenn sie ihn gebraucht hat.
Eigentlich war er schon zu einem ihrer Freunde geworden,
doch jetzt sah sie klarer als zuvor… Sie wollte ihn nicht
nur als Freund, sie wollte ihn als den Freund, denn
inzwischen wusste sie genug über ihn, um sagen zu können,
dass sie ihn kannte. Denn nicht nur sie hatte ihr Herz
ausgeschüttet.
„Darf ich dir noch etwas Gesellschaft leisten?“, fragte
sie schüchtern. Er sah ziemlich überrascht aus, doch dann
kam endlich eine Antwort: „Würd mich freuen Buffy…“
Als ihr Herz einen kleinen Hüpfer tat, war sie sich fast
hundertprozentig sicher. Sie wusste zwar nicht, wer oder was
ihren Wunsch erfüllen wollte, doch sie würde ihre Chance
nutzen.
„Okay…“, kam es von beiden gleichzeitig und sie
mussten grinsen.
Hand in Hand gingen sie durch den Wald und zu seiner Gruft,
während sie von den Sternen beobachtet wurden. Ja, mit ihm
an ihrer Seite würde sie immer diesen Frieden in sich spüren,
wie in dieser Nacht…
ENDE
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